Wie der Bürgermeister der Gemeinde Welsberg-Taisten und Gemeindenverbandspräsident Dominik Oberstaller klarstellt, wird der Winterdienst in Südtirol von jeder Gemeinde unterschiedlich geregelt. „In hoch frequentierten Bereichen wie Schulen, Bahnhöfen, öffentlichen Parkplätzen oder vor Feuerwehrhallen wird in der Regel aber zuerst geräumt“, so Oberstaller. Grundsätzlich werden neben Straßen und öffentlichen Plätzen auch Gehsteige vom Schnee befreit. Gleichzeitig gilt: Für seinen Privatgrund ist jeder Anwohner selbst verantwortlich.<h3> Beitrag der Bevölkerung immer hilfreich</h3>In Bozen obliegt die Reinigung der Gehwege vor öffentlichen Gebäuden zwar der Gemeinde, vor privaten Häusern, Wohnanlagen, Garagen oder Geschäften wären theoretisch aber die Eigentümer selbst in der Pflicht. In der Praxis läuft es jedoch meist anders ab, wie die Stadträtin für Mobilität, Johanna Ramoser, weiß: „In der Stadt stehen zahlreiche Mitarbeiter, unter anderem der SEAB und privater Genossenschaften in Bereitschaft, in Fraktionen wie Kohlern unterstützt auch die Feuerwehr.“ Bürger sind somit nicht verpflichtet, selbst zur Schaufel zu greifen, hilfreich für Spaziergänge ohne Rutschgefahr sei deren Beitrag aber allemal.<BR /><BR />In Meran werden die Schneeräumfahrzeuge über die Stadtwerke koordiniert. Gestreut oder geräumt wird auf sämtlichen öffentlichen Straßen, inklusive Gehsteigen, bestätigt Bürgermeisterin Katharina Zeller. Auf Privatstraßen oder -grundstücken muss, wie auch im Rest des Landes, selbst geschaufelt werden.<h3> Personal rund um die Uhr im Einsatz</h3>In Brixen organisiert die Stadt den Winterdienst innerhalb des Stadtgebiets über den städtischen Bauhof, während die Dienste in peripheren Gebieten wie beispielsweise den Fraktionen ausgeschrieben werden. „Das Personal steht rund um die Uhr im Einsatz, um die Sicherheit auf Straßen und Gehsteigen zu gewährleisten“, erklärt Bürgermeister Andreas Jungmann. Neben den Straßen werden auch hier die Gehsteige von der Stadt geräumt. Jungmann betont, dass man mit diesem Modell bisher gut gefahren sei und die Straßen meist pünktlich zum morgendlichen Berufsverkehr frei von Schnee und Eis sind.<BR /><BR />Auch in Bruneck muss kaum ein Anwohner selbst zur Schaufel greifen. „In der Stadt haben wir eigene Mittel, in den peripheren Gebieten sind die Dienste ausgeschrieben – unter anderem an Unternehmen, aber auch an Landwirte mit ihren Maschinen“, so Bürgermeister Bruno Wolf. Sowohl die Schneebeschaffenheit als auch die Wetterbedingungen spielen eine Rolle dabei, wann, wie und wo zuerst geräumt wird. „Natürlich kann man nicht überall zugleich sein, das Personal gibt aber sein Bestes“, versichert Wolf.<h3> 450 Mitarbeiter im Landesdienst</h3>Für Landes- und Staatsstraßen ist hingegen der Straßendienst des Landes zuständig. Wie <b>Philipp Sicher</b>, Direktor der Abteilung Straßendienst, erklärt, wird der Wetterbericht derzeit genau beobachtet. „Für die erwarteten Schneefälle stehen rund 450 Mitarbeiter in Bereitschaft, zudem verfügt der Straßendienst über 220 Fahrzeuge, um Verkehrssicherheit zu garantieren“, so Sicher. Präventiv beginne man mit Salzstreuen, sobald der Schnee auf der Fahrbahn liegen bleibt, kommen Schneepflüge zum Einsatz. Dafür sei laut Sicher eine Mindestschneehöhe von drei bis vier Zentimetern erforderlich.