Mittwoch, 10. Januar 2018

Schneehöhe in Italien erreicht Maximalwerte

Nach dem Niedergang einer Lawine auf ein Ferienhaus im norditalienischen Sestriere ist die Gefahr auch am Mittwoch nicht gebannt. Lawinengefahr herrschte in allen Alpenregionen Italiens, besonders angespannt war die Situation im Aostatal und in Teilen des Piemonts, wo die jeweils zweithöchste Warnstufe 4 galt.

Auch am Mittwoch ist die Lage in Sestriere noch prekär.
Auch am Mittwoch ist die Lage in Sestriere noch prekär. - Foto: © LaPresse

Im piemontesischen Sestriere wurden am Mittwoch Dächer, Terrassen und Balkone auf Anordnung des Bürgermeisters vom Schnee befreit, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. In dem beliebten Wintersportort waren in der Nacht zum Dienstag 29 Menschen aus einem Haus gerettet worden, das eine Lawine verschüttet hatte. Niemand wurde verletzt.

Die Schulen blieben auch am Mittwoch in Sestriere geschlossen. Die Einsatzkräfte arbeiteten daran, eine Zufahrtsstraße wieder befahrbar zu machen. Die Schulen blieben geschlossen. Am Dienstag war die Feuerwehr den ganzen Tag im Einsatz gewesen, um die Stabilität der Häuser zu überprüfen, wie sie am Mittwoch auf Twitter mitteilte.

Südtirol: So viel Schnee wie lange nicht mehr

In Südtirol war so viel Schnee wie seit langem nicht mehr gefallen. 80 bis 130 Zentimeter seien „historische Maximalwerte“ auf 2000 Metern, hieß es im Lawinenlagebericht. Da die Temperaturen zurückgegangen seien und es weniger Wind gebe, könne der Schnee sich wieder verfestigen.

Die Lawinenwarnstufe blieb auf 3. Gewarnt wurde insbesondere vor Gleitschneelawinen, die sich auf steilen Sonnenhängen mit Grasuntergrund lösen können.

Im Aostatal sollte am Mittwoch eine Straße zwischen den Orten Breuil-Cervinia und Valtournenche wieder geöffnet werden, die wegen der Lawinengefahr am Montag geschlossen worden war. In dem Ort saßen zahlreiche Touristen fest.

Fluss Po steigt um 4 Meter

Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet zudem, dass der Flusssspiegel des Pos in den letzten 36 Stunden um 4 Meter gestiegen ist. Dies sei auf die Schneefälle und die Hagelfälle der letzten Tage in Norditalien zurückzuführen. Man fürchte um die Landwirtschaftsbetriebe in der Poebene, berichtet Ansa weiter, die durch das schnelle Steigen des Flusses Schäden erleidet haben könnten.  

dpa/stol

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