Mittwoch, 24. Januar 2018

Schneemengen setzen Wildtieren zu – Fütterungsverbot aufheben?

Die ungewöhnlichen Schneemengen haben viele Wildtiere in Südtirol in eine schwierige Situation gebracht. Die geschwächten Tiere sind vermehrt auch in Siedlungsnähe anzutreffen. Der Jagdverband fordert deswegen eine Aufhebung des generellen Fütterungsverbotes für Rotwild. Was halten Sie davon?

Foto: Renato Grassi
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Foto: Renato Grassi

Der Jagdverband beantragte bei der zuständigen Landesbehörde eine Aufhebung des generellen Fütterungsverbotes für Rotwild, die Jägerschaft rechnet damit, die Erlaubnis zum Füttern baldmöglichst zu erhalten. Damit könnte das Wild die Zeit der größten Nahrungsknappheit überbrücken.

„Die Wildtiere reagieren jetzt besonders sensibel auf Störungen. Wenn sie im hohen Schnee flüchten müssen, verlieren sie in kurzer Zeit viel Energie“, erklärt der Jagdverband am Mittwoch.

STOL möchte heute von Ihnen wissen: Was halten Sie von diesem Vorschlag?

Wege nicht verlassen, Hunde an Leine führen

Der Jagdverband weist darauf hin, dass wildfreundliches Verhalten im Winter mit einigen wenigen Regeln leicht umzusetzen sei.

In Waldgebieten sollen Wege und Forststraßen nicht verlassen, Wälder nicht querfeldein durchstreift werden. „Wenn man auf einer Wanderung Wildtiere erblickt, sollte man sich ihnen nicht nähern. Für große Hunde sind Wildtiere im hohen Schnee jetzt eine leichte Beute, umso mehr gilt in dieser sensiblen Zeit, den Hund an der Leine mitzuführen“, so der Jagdverband.

Trotz richtigen Verhaltens muss mit erhöhten Winterausfällen bei Rehen, Hirschen, Gämsen und Steinböcken gerechnet werden.

Der Verband hofft indes, dass nicht ähnlich viel Wild dem Winter zum Opfer fällt wie im Starkwinter 2008/2009, als allein in Südtirol knapp 3000 Stück Fallwild verzeichnet worden sind.

stol

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