Mittwoch, 12. Juni 2019

Schneeschmelze und Gewitter: Pegel in Innsbruck bedenklich

Schneeschmelze und lokale Gewitter haben in Nordtirol in der Nacht auf Mittwoch die Pegel von Bächen und Flüssen weiter ansteigen lassen. Mittwochfrüh betrug der Pegelstand in der Landeshauptstadt Innsbruck knapp über sechs Meter – und erreichte damit den Wert eines 30-jährlichen Hochwassers.

Die Karwendelbrücke in Innsbruck wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt.
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Die Karwendelbrücke in Innsbruck wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt. - Foto: © APA

Einige Brücken und Stege mussten laut Medienberichten gesperrt werden, Wohngebiet sei aber nicht gefährdet. So wurde etwa die Karwendelbrücke in Innsbruck gesperrt. Bei etwaigen Verklausungen könnten Baumstämme Menschen auf den Brücken gefährden, wurde die Maßnahme begründet.

Indes hatten die beträchtlichen Wassermengen am späten Dienstagnachmittag auch im Tiroler Unterland zu Problemen geführt. In einem Ortsteil der Gemeinde Münster wurde ein Feld neben der Bahnstrecke überflutet. Lokale Überflutungen gab es auch in Kramsach, Rattenberg und Reith im Alpbachtal.

Einen Anstieg des Inns in Richtung eines 30-jährlichen Hochwassers hatten die Experten des Hydrographischen Dienstes des Landes bereits am Dienstag für möglich gehalten. Mit großflächigen Überflutungen rechnete man nicht, „da und dort“ könne es in den nächsten Tagen aber zu kritischen Situationen kommen.

Auch in Südtirol stiegen die Flusspegel nach den Gewittern am Dienstag deutlich an. Bei den beiden Messstationen an der Etsch in Töll und Marling etwa wurde kurzzeitig die Vorwarnstufe überschritten. Allerdings hat sich die Situation wieder beruhigt.

apa/stol

stol