Montag, 16. Dezember 2019

Schneeschuhwanderer im Tschamintal gerettet

Die Bergrettung Tiers und der Rettungshubschrauber Aiut Alpin Dolomites wurden am Sonntagabend zu einer Suchaktion gerufen.

An der Suchaktion war auch der Rettungshubschrauber Aiut Alpin Dolomites beteiligt.
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An der Suchaktion war auch der Rettungshubschrauber Aiut Alpin Dolomites beteiligt. - Foto: © Egon Resch

Im großen Valbontal hatte sich ein Urlauber, der seit einigen Tagen mehrere Bergtouren im Tschamintal unternommen hatte, verlaufen.

Der aus Polen stammende und in Deutschland lebende 37-jährige Alpinist, der bereits öfters längere Bergtouren unternommen hatte, hatte die lange Route durch das Valbontal unterschätzt und wurde von der Dunkelheit überrascht.

Not-Ausrüstung verloren, kein Platz für das Biwak

Die aktuellen Schneeverhältnisse und den Lawinenlagebericht hatte der ambitionierte Winterwanderer nicht beachtet.

Nachdem er längere Zeit vergeblich versucht hatte, einen geeigneten Platz zum Biwakieren zu finden und zudem seine Not-Ausrüstung verloren hatte, geriet der bereits frierende Mann in Panik und setzte gegen 18.15 Uhr einen Notruf an die Landesnotrufzentrale 112 ab.

Da der Mann schlechten Netzempfang und keinerlei Orientierung hatte und zudem nur Englisch sprach, war die Lokalisierung zunächst ein schweres Unterfangen.

Position trotz spärlicher Infos gefunden

Erst nach der Weitergabe des Notrufes an den Dienst für Rettungs- und Notfallmedizin konnten die Einsatzkräfte mit den spärlichen Informationen eine ungefähre Position erahnen.

Die Bergrettung Tiers und der Rettungshubschrauber Aiut Alpin Dolomites wurden umgehend informiert und zu der Position geschickt, die sich wenig später glücklicherweise als korrekt herausstellte.

So konnte der Mann, der nur Englisch sprach, vor dem sicheren Kältetod gerettet werden.

stol