Montag, 15. Februar 2021

Österreich riegelt den Brenner ab: Schnelltests in Sterzing

Die österreichischen Behörden haben am gestrigen Sonntag den Brennerpass abgeriegelt. Dies bringe potenzielle Gefahren für all jene mit sich, die auf der Autobahn unterwegs sind, heißt es in einer Presseaussendung der Brennerautobahn AG. Für LKW-Fahrer braucht es für die Durchreise durch Österreich bis auf weiteres einen negativen Coronatest, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Noch am Sonntagabend wurde eine Teststation am Autohof Sadobre in Sterzing eingerichtet. - Foto: © A22
Wie die Brennerautobahngesellschaft am Montag mitteilt, konnte sie noch am Sonntagabend eine Teststation für Antigen-Schnelltests am Autohof Sadobre in Sterzing einrichten, dennoch können derzeit nur 40 bis 50 Fahrzeuge pro Stunde in Richtung Norden passieren.

In Richtung Süden sind hingegen 300 bis 400 Fahrzeuge pro Stunde unterwegs. „Die Brennerautobahngesellschaft trägt ihren Teil zur Bewältigung dieser schwierigen Situation bei und wird dies auch in Zukunft tun“, betont Geschäftsführer Diego Cattoni, „auch wenn es uns manchmal doch überrascht, wie das Prinzip einer Gegenseitigkeit jenseits der Grenze interpretiert wird.“

Verkehr wird in Verona gefiltert

Um eine Verkehrsblockade am Brennerpass zu vermeiden - derzeit herrschen dort Temperaturen von bis zu minus 10 Grad - und die damit verbundenen Verkehrsstaus im Eisacktal zu verhindern, hat die Autobahngesellschaft in Absprache mit dem italienischen Transportministerium, dem Bozner Regierungskommissariat, der Straßenpolizei und Koordinator Viabilità Italia beschlossen, an der Mautstelle Verona Nord den Verkehr zu filtern.

Damit soll verhindert werden, dass wer in Richtung Österreich unterwegs ist und über die neuen Bestimmungen noch nicht Bescheid weiß, an der Brennergrenze blockiert wird. „Wir haben unmittelbar nach Bekanntwerden der neuen Bestimmungen gehandelt“, erklärt der technische Generaldirektor der Brennerautobahngesellschaft Carlo Costa, „um die Sicherheit der Autobahnbenutzer zu gewährleisten. Es ist uns gelungen, bereits am Sonntag dank der guten Zusammenarbeit aller beteiligten Dienste vom Regierungskommissariat bis zum Sanitätsbetrieb und Viabilità Italia mit einem Filtersystem bei Verona potentiell gefährliche Staus zu verhindern und noch in der Nacht mit den Schnelltests in Sterzing zu beginnen“, so Costa.

„Wir bereiten uns nun darauf vor, im Autohof Sadobre den militärischen Gesundheitsdienst aufzunehmen, der im Auftrag des Verteidigungsministeriums und in Absprache mit dem Transport- und Innenministerium dort ankommen wird.“

Bis 5. März gelten neue Bestimmungen für die Einreise aus Österreich nach Italien – und somit auch nach Südtirol.

liz