Am 23. Oktober stehen die 3 jungen Männer in Bozen vor Gericht. Bei einer Verurteilung müssen sie mit einer jahrelangen Haftstrafe rechnen. <BR /><BR />Ab 23. Oktober müssen sich die 3 Kosovaren, denen Gruppenvergewaltigung an einer Urlauberin in Gröden zur Last gelegt wird, am Bozner Landesgericht in einem sofortigen Hauptverfahren verantworten. Für die Staatsanwaltschaft wiegt die Beweislage gegen die Männer schwer: Ein eigenes Handyvideo soll sie belasten und die Vorwürfe des Opfers untermauern. <BR /><BR />Dieses Video liegt den Ermittlern vor und soll belegen, dass die sexuellen Handlungen – anders als die Männer angegeben hatten – alles andere als einvernehmlich gewesen seien. Laut Anklage hätten 2 der Männer die Frau in einem Hotelzimmer vergewaltigt. Als sie wiederholt gefleht habe, aufzuhören, sei sie geohrfeigt worden, der dritte Mann habe diese Szene gefilmt. <h3> Mehrfach vergewaltigt</h3>Laut Anklagesatz habe das Martyrium der Frau aber schon früher in der Nacht auf den heurigen 18. Jänner begonnen. Die Männer im Alter von 21, 26 und 27 Jahren hätten die Urlauberin gegen 2 Uhr Früh vor einem Tanzlokal in Wolkenstein angesprochen und sie eingeladen, zu ihnen ins Auto zu steigen. <BR /><BR />Bereits während der Fahrt sei die Frau zu verschiedenen sexuellen Handlungen gezwungen und bei der Ankunft vor dem Hotel, in dem einer der Männer arbeitete, auch vergewaltigt worden. Dann habe einer der Männer die Frau an der Hand genommen und sie ins Hotel geleitet, die Rezeption war zu diesem Zeitpunkt nicht besetzt. <BR /><BR />In einem Ruhebereich des Hotels habe der Mann der Urlauberin befohlen, sich hinzulegen und ihr sexuelle Gewalt angetan. Als die Frau darum bat, dass er ihr die Toilette zeige, habe er sie stattdessen in das Zimmer gebracht, in dem die auf Video gebannte Gruppenvergewaltigung stattgefunden habe. Damit nicht genug: Einer der Männer habe die Urlauberin, als er sie endlich in ihre Unterkunft zurückbrachte, im Auto erneut zu sexuellen Handlungen gezwungen. <h3> Alle Vorwürfe bestätigt</h3>Alle 3 Kosovaren waren verhaftet worden. Seit April stehen sie unter Hausarrest, 2 von ihnen dürfen die Wohnung ausschließlich verlassen, um arbeiten zu gehen. Die Urlauberin war im Mai für das Beweissicherungsverfahren nach Bozen zurück gekehrt und hatte alle Vorwürfe gegen die Männer bestätigt. <BR /><BR />In der Folge erhob die Staatsanwaltschaft Anklage – wegen Gruppenvergewaltigung gegen alle 3 Männer, ebenso wegen Freiheitsberaubung, da sie die Frau zwischen 2.05 und 4 Uhr in ihrer Gewalt gehabt hätten. Dem Kosovaren, der die Urlauberin anschließend zu ihrem Residence gefahren hatte, wird zusätzlich sexuelle Gewalt zur Last gelegt.<BR /><BR />Wenn die Beweislage eindeutig erscheint, kann die Staatsanwaltschaft ein sofortiges Hauptverfahren beantragen – was der U-Richter in diesem Fall verfügt hat. Die Kosovaren müssen sich ab 23. Oktober vor einem Strafsenat (Vorsitz Richter Walter Pelino) verantworten. Auf Gruppenvergewaltigung stehen 8 bis 14 Jahre Haft.<BR /><BR />