Samstag, 17. März 2018

Schockierender Sessellift-Unfall: Ursache unklar

Ein schwerer Zwischenfall mit einem vom Vorarlberger Unternehmen Doppelmayr erbauten Skilift hat am Freitag in dem georgischen Urlaubsort Gudauri eine unbekannte Anzahl an Verletzten gefordert. Doppelmayr hatte noch am Freitag zwei Experten nach Georgien geschickt. Sie wurden bisher jedoch nicht an den Unfallort vorgelassen.

Dieser junge Mann wurde meterweit durch die Luft katapultiert. - Foto: Screenshot/Video
Dieser junge Mann wurde meterweit durch die Luft katapultiert. - Foto: Screenshot/Video

Der Sessellift war am Freitag plötzlich außer Kontrolle geraten und mit hohem Tempo rückwärts gelaufen. Skifahrer und Snowboarder versuchten, sich durch Sprünge in Sicherheit zu bringen. (STOL hat berichtet) Es soll bis zu einem Dutzend Verletzte gegeben haben, offizielle Angaben lagen bis Samstag allerdings noch nicht vor.

Doppelmayr-Unternehmenssprecher Ekkehard Assmann sagte am Samstag, dass die beiden Techniker aus Wolfurt in Gudauri zwar eingetroffen sind, aber nicht an den Unfallort vorgelassen werden: „Wie erwartet, ist der Bereich von den Behörden gesperrt. Unsere Leute haben mir erklärt, dass von Georgien beauftragte Sachverständige unterwegs wären.“

Ferndiagnose „völlig unseriös“

Berichte darüber, was zu der Fehlfunktion des Vierersessellifts geführt hat, seien zum jetzigen Zeitpunkt deshalb reine Spekulationen, so Assmann, eine Ferndiagnose „völlig unseriös“. Ein vergleichbarer Vorfall sei ihm während seiner fast 20 Jahre dauernden Tätigkeit für den Vorarlberger Seilbahnhersteller jedenfalls nicht untergekommen.

Videoaufnahmen erschreckend

Kurze Zeit nach dem Zwischenfall kursierten bereits erschreckende Aufnahmen von Wintersportlern in den sozialen Netzwerken. Ein Mitarbeiter der Doppelmayr-Tochter in Georgien hatte sich unmittelbar danach an den Unfallort begeben. Dabei handle es sich jedoch nicht um einen Techniker, betonte Assmann.

Der Sessellift war 2007 von Doppelmayr in dem Ferienort im Norden Georgiens erbaut worden. Gudauri liegt rund 120 Kilometer von der Hauptstadt Tiflis entfernt im Kaukasus an der Grenze zu Russland.

apa/stol

Einen Moment Bitte - das Video wird geladen

stol