Der Vorfall ereignete sich gegen 18.30 Uhr auf der Forststraße Bael, etwa drei Kilometer von Ranzo (Gemeinde San Lorenzo Dorsino) entfernt in Richtung Nembia. Die Wanderer wurden völlig unvorbereitet von der Bärenfamilie überrascht.<h3> Brüllen aus nächster Nähe</h3>Nach ersten Erkenntnissen der Behörden schaltete die Bärenmutter sofort in den Verteidigungsmodus: Sie startete einen sogenannten Scheinangriff, näherte sich dem Paar bis auf etwa einen Meter und stieß dabei ein lautes, einschüchterndes Brüllen aus. Zu einem tatsächlichen Angriff kam es glücklicherweise nicht.<BR /><BR />Bei einem Scheinangriff handelt es sich um ein typisches Schutzverhalten, mit dem Bärenmütter vor allem das Ziel verfolgen, eine vermeintliche Bedrohung von ihrem Nachwuchs abzulenken, den potenziellen Angreifer einzuschüchtern und auf Distanz zu halten. Bei diesem Verhalten stürmt das Tier zwar zunächst vor, bricht den Angriff jedoch im letzten Moment ab, ohne die Absicht zu haben, das Gegenüber direkt zu verletzen.<h3> Wanderer bleiben unverletzt</h3>Für das Paar ging die dramatische Begegnung glimpflich aus. Beide blieben körperlich unversehrt, dürften den Schock über dieses hautnahe Zusammentreffen mit der Bärin jedoch so schnell nicht vergessen.<BR /><BR />Der Forstdienst des Trentino hat bereits Ermittlungen aufgenommen. Die Experten werden den Vorfall nun genauer untersuchen und vor Ort weitere Abklärungen treffen, um die Situation rund um die Forststraße Bael zu bewerten.