In erster Linie geht es um die Erschließung des Virgls mit einer Seilbahn. Dass man dabei 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte, betonte Vizebürgermeister und Urbanistikstadtrat Stephan Konder. <h3> Derzeit intensive Nutzung nicht denkbar</h3>Im heutigen Zustand sei die intensivere Nutzung des Virgls nicht denkbar. Zum einen gibt es dort keine nutzbaren Anlagen oder Einrichtungen, zum anderen aber ist die steile Zufahrtsstraße für mehr Besucher nicht geeignet. Ganz im Gegensatz zu Kohlern, wo es – neben der relativ gut ausgebauten Straße – auch eine funktionierende Seilbahnverbindung gibt. <BR /><BR />Allerdings – und das ist der Knackpunkt – muss die Bahn in Kürze erneuert werden. „Das wird mit etwa 5 bis 6 Millionen Euro zu Buche schlagen“, sagt Vizebürgermeister Konder. Auch ist er darüber informiert, dass die Bahn selbst eine Studie in Auftrag gegeben hat, mit der geprüft werden soll, wie viel größere Kabinen kosten würden. <h3> Warum größere Kabinen?</h3>Warum aber braucht es überhaupt größere Kabinen für die Kohlerer Bahn? „Wir haben nun mit den betroffenen Bauern eine Einigung gefunden, was den Downhill-Parcours angeht“, meint Konder. Um die äußerst beliebte Strecke offiziell und touristisch nützen zu können, müsste auch eine bessere Verbindung nach Kohlern geschaffen werden – eben mit Kabinen, die statt zehn 20 Gäste auf einmal befördern könnten. All dies jedoch kostet Geld – das weder die Betreiber noch die Gemeinde haben. „Somit wäre es sinnvoll, eine Gesamtlösung anzudenken“, sagt Konder. Das Konzept dafür habe er bereits vor einigen Jahren zur Diskussion gestellt. Mit dem neuen Investor könnte es jedoch erneut aufgegriffen werden. <BR /><BR />„Ich stelle mir vor, dass die Talstation für die neue Seilbahn auf den Virgl am Verdiplatz errichtet wird“, spricht Konder die Grundidee an, die ja auch bereits im „Viva Virgolo“-Projekt enthalten war. Die Seilbahn soll jedoch nicht an der alten Bergstation auf dem Virgl enden, sondern weiter in Richtung Kohlern geführt werden. „Die heutige Kohlerer Talstation wäre damit obsolet“, sagt Konder. <h3> Direkter Anschluss ans Zentrum</h3>Die Erschließung der beiden Naherholungsgebiete würde damit vornehmlich über das umweltfreundliche Verkehrsmittel Seilbahn erfolgen, das ja von der Landesverwaltung mit bis zu 80 Prozent finanziert wird. Zudem sei die Bahn dann direkt ans Zentrum und ans Parkhaus Bozen-Mitte angeschlossen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1023441_image" /></div> <BR /><BR />Konder will nun eine Studie in Auftrag geben, mit der überprüft wird, wieviel das Vorhaben kosten und wie die Trasse genau verlaufen würde. Was auf dem Virgl selbst geplant ist, werde demnächst bei einem ersten Treffen mit Vertretern der Unternehmens Schoeller besprochen. Denn nach der Übernahme des „Viva Virgolo“-Projekts sind diese auch Eigentümer der Flächen auf dem Virgl.