Sonntag, 31. Mai 2015

Schönes Wetter führt zu größter Flüchtlingswelle 2015

Mehr als 5000 Migranten sind nach Angaben der EU-Grenzschutzbehörde Frontex binnen drei Tagen im Mittelmeer aus Seenot gerettet worden. „Das ist die größte Welle von Migranten, die wir 2015 erlebt haben“, sagte Frontex-Chef Fabrice Leggeri am Sonntag in Warschau.

Die italienische Küstenwache hat am Wochenende rund 4500 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gerettet
Die italienische Küstenwache hat am Wochenende rund 4500 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gerettet - Foto: © APA/DPA

An Bord eines Schlauchbootes wurden auch 17 Leichen geborgen. Die toten Flüchtlinge waren laut italienischer Marine gemeinsam mit mehreren noch lebenden Migranten auf dem Schlauchboot entdeckt worden.

Am Freitag waren bei einem großen Rettungseinsatz 4.243 Migranten in Sicherheit gebracht worden, am Samstag kamen weitere 436 gerettete Menschen hinzu, wie die Küstenwache am Sonntag erklärte. Bereits am Donnerstag waren 741 Menschen in Sicherheit gebracht worden.

300 Migranten mit Krätze 

Circa 300 Migranten landeten am Sonntag auf der Mittelmeer-Insel Lampedusa. Weitere 1.019 Menschen, meist syrische, palästinensische und marokkanische Flüchtlinge, erreichten inzwischen an Bord eines italienischen Marineschiffes die sizilianische Hafenstadt Pozzallo, berichteten italienische Medien.

Die Ärzte stellten bei 300 Migranten Krätze fest. Vier schwangere Frauen wurden ins Spital eingeliefert.

Ruhige See

Die ruhigere See dieser Tage schafft bessere Bedingungen für einen Aufbruch von Flüchtlingen aus Nordafrika und dem Nahen Osten nach Europa. Die meisten von ihn ihnen kommen aus Libyen, das nach dem Sturz von Machthaber Muammar Gaddafi im Chaos versinkt.

dpa

stol