Wie das Landesamt für Wildtiermanagement mitteilt, wog das Tier 28,8 Kilogramm und wurde vor Ort von Forstbeamten geborgen. <BR /><BR />Der Kadaver wurde nach der Meldung durch die Forstbehörde geborgen und zur weiteren Untersuchung an das Institut für Tierseuchenbekämpfung der Venetien übergeben. Es ist bereits das vierte Exemplar, das seit Beginn des Jahres auf Südtirols Straßen ums Leben gekommen ist.<h3> Risikoreiche Wanderungen</h3>Die Unfälle fallen mit einer kritischen Phase im Lebenszyklus der Wölfe zusammen. Zwischen Winter und Frühling erreichen viele Jungtiere ein hohes Maß an Selbstständigkeit und verlassen ihr angestammtes Rudel, um eigene Territorien zu suchen. „Weil in dieser Zeit Würfe anstehen und die meisten Jungwölfe ein hohes Maß an Selbstständigkeit erreicht haben, verlassen viele Jungwölfe ihre angestammten Rudelgebiete, um sich ein neues Territorium zu suchen und ihr eigenes Rudel zu gründen“, erklärt Dominik Trenkwalder vom Landesamt für Wildtiermanagement.<BR /><BR />Die weiten Wanderungen – teils über hunderte Kilometer – führen die Tiere häufig durch unbekanntes Terrain, was die Gefahr von Zusammenstößen mit Autos oder Zügen erhöht. „Es handelt sich fast immer um Jungtiere, die verstreut umherziehen, und es sind nicht unbedingt immer Wölfe, die aus Südtirol stammen“, sagt Wildtierexperte Davide Righetti. „Es könnten auch Wanderwölfe sein, die aus der Schweiz oder dem Piemont oder aus dem Trentino oder Venetien kommen.“<h3> Mehr Wölfe, mehr Unfälle?</h3>Laut Trenkwalder könnten die vermehrten Unfälle mit einer wachsenden Wolfspopulation zusammenhängen – ein klares Indiz sei das jedoch nicht. „Die Häufigkeit der Unfälle mit Wölfen kann auch damit zusammenhängen, dass die Präsenz von Wölfen zunimmt. Eine Hochrechnung über die Anzahl der Unfälle auf einen Bestand ist jedoch nicht möglich.“<BR /><BR />Kritische Verkehrspunkte seien laut den Wildtierexperten vor allem jene, an denen sich hoher Straßenverkehr, dichte Wildwechsel und hohe Geschwindigkeiten überschneiden – etwa in Gebieten mit vielen Rotwildbewegungen.<h3> 1000 Wildunfälle jährlich</h3>Die Zahlen geben Anlass zur Sorge: Rund 1000 Mal pro Jahr kollidieren Fahrzeuge in Südtirol mit Wildtieren – überwiegend mit Reh- und Rotwild, aber auch mit Füchsen und Dachsen. Kommt es zu einem Unfall, sind Fahrer verpflichtet, diesen umgehend unter der Notrufnummer 112 zu melden. Sichtungen von Wölfen sollten dem Landesamt für Wildtiermanagement mitgeteilt werden.