Donnerstag, 07. Mai 2015

Schrebergarten-Mord: Verdächtiger gesteht

Der zuletzt in Südtirol wohnhafte Agostino Heinrich Kessler, der verdächtigt wird den Innsbrucker Helmut Herburger getötet zu haben, hat am Donnerstag vor der Haftrichterin in Innsbruck ein Geständnis abgelegt.

Das Opfer Helmut Herburger (l.) wurde tot aufgefunden. Der Tatverdächtige ist Agostino Heinrich Kessler (r.).
Das Opfer Helmut Herburger (l.) wurde tot aufgefunden. Der Tatverdächtige ist Agostino Heinrich Kessler (r.). - Foto: © STOL

„Der Beschuldigte gibt zu, das Opfer im Zuge eines Streites mit einem Stein erschlagen und die Leiche danach vergraben zu haben. Er bestreitet aber, dass er das Opfer töten wollte“, teilte Staatsanwaltschaftssprecher Hansjörg Mayr der APA mit. Das Motiv war vorerst unklar.

Agostino Heinrich Kessler hatte zuletzt in Südtirol gelebt und gearbeitet. Nach der Tat war er untergetaucht. (STOL hat berichtet)

Am 23. April wurde der gebürtige Deutsche, der auch die italienische Staatsbürgerschaft besitzt, in der Nähe einer Pension in München-Ramersdorf festgenommen. 

Wegen Mordverdachtes wurde nun die Untersuchungshaft verhängt, erklärte Mayr.

Ermittlungen noch nicht abgeschlossen

Die Ermittlungen seien vorerst noch nicht abgeschlossen. Für die Rekonstruktion des Tathergangs müssen laut Mayr unter anderem noch die am Tatort sichergestellten DNA-Spuren ausgewertet werden.

Zudem müsse eine Blutspurenanalyse und eine Tatrekonstruktion durchgeführt werden.

Nach Feier erschlagen? 

Der gebürtige Deutsche steht in Verdacht, den 59-jährigen Innsbrucker nach einer Feier in dessen Schrebergarten erschlagen und vergraben zu haben.

Nach dem 59-Jährigen war zunächst mehrere Wochen gesucht worden, ehe ein Kameramann die Leiche des Mannes zufällig bei Dreharbeiten entdeckte.

Laut Obduktion wurde das Opfer durch mehrere heftige Schläge auf den Kopf getötet.

stol/apa

stol