Der Mann war gegen 21.45 Uhr auf seinem E-Bike von der Arbeit kommend auf der Töll Richtung Rabland unterwegs, als er auf dem Radweg 5 jungen vermummten Jugendlichen auf Rädern begegnete, die ihm den Weg versperren wollten. Die selben 5 sollen zuvor einem Buben gedroht haben, ihn zu verprügeln, sollte er ihnen nicht sein Geld geben.<BR /><BR />Es war noch nicht ganz dunkel, als der Mann, Koch von Beruf, am 25. Juli von Algund kommend auf dem Radweg längs der Etsch unterwegs war. „Ich war mit meinem E-Bike direkt an der Brücke, die zum Bahnhof bzw. zu den Quadrathöfen führt. Ich war auf dem Weg nach Hause, als eine Gruppe von 5 Jugendlichen, ebenfalls auf Rädern, von oben kommend versuchten mich zu stoppen. Sie hatten ihre hellen T-Shirts ausgezogen und um den Kopf gewickelt, damit man sie nicht erkennt. Man sah nur die Augen. Der Vorderste der 5 bremste abrupt ab und versuchte sein Rad quer zu stellen, aber die anderen hinter ihm waren nicht schnell genug, um sich zu postieren. So bin ich schnell mit meinem E-Bike durch die Gruppe hindurch gefahren, bevor sie sich positionieren konnten. Sie riefen mir nur noch ,Wichser‘ in nicht akzentfreiem Deutsch nach “, erzählt der Mann. Nach seiner Einschätzung seien die Jugendlichen 15 bis 17 Jahre alt gewesen.<h3> Bub zückt sein Taschenmesser</h3>Er habe dann den Radweg nach der Obstgenossenschaft verlassen und sei auf die Staatsstraße ausgewichen. „An der dortigen Bushaltestelle bin dann auf einen 10, 12-jährigen verängstigten Jungen gestoßen, der da stand. Nach kurzer Nachfrage erzählte er mir, dass er die 5 kurz vorher auch getroffen hatte und dass sie sein Geld wollten oder ihn sonst verprügeln würden. Er habe dann sein Taschenmesser gezückt und konnte über das Firmengrundstück von der Röfix flüchten. Ich habe ihn dann auf meinen Sattel gesetzt und habe ihn nach Hause gebracht“, erzählt der Rablander.<BR /><BR /><embed id="dtext86-65950850_quote" /><BR /><BR />Er habe dann auch die Carabinieri von Rabland verständigt, die dann mit einem Streifenwagen zum mutmaßlichen Tatort auf der Etschbrücke gefahren sind. Aber als der Streifenwagen eingetroffen sei, waren die „Ragazzini“, die Buben, wie es von Seiten der Carabinieri heißt, schon verschwunden. <h3> „Führten nichts Gutes im Schilde“</h3>Für den 43-Jährigen liege es auf der Hand, dass die Jugendlichen nichts Gutes im Schilde führten. „Warum sonst sollten sie vermummt unterwegs sein und die Räder querstellen? Und selbst wenn es ein dummer Jungenstreich gewesen sein sollte, es bleibt definitiv ein sehr ungutes Gefühl zurück, auch wenn ich deutlich älter bin. Mittlerweile habe ich mir ein Pfefferspray zugelegt“, sagt der Mann.<BR /><BR />Im Rathaus von Partschins war dieser Vorfall auch bereits Thema. „Der einhellige Tenor ist, dass es schon bedenklich ist, wenn solche Sachen passieren“, sagt Luis Forcher, Bürgermeister von Partschins.