Mittwoch, 27. September 2017

Schüler der TFO entwickelt App für digitales Funknetz

Der Landesfunkdienst der Agentur für Bevölkerungsschutz hat im Herbst des vergangenen Schuljahres gemeinsam mit der Technologischen Fachoberschule Max Valier in Bozen ein Schulprojekt gestartet. Der Schüler Lukas Kofler aus Bozen hat nun das Projekt abgeschlossen: eine Applikation für das digitale Funknetz TETRA der Landesverwaltung.

Theorie und Praxis zusammengeführt: Landesfunkdienst-Koordinator Markus Rauch (li.) mit TFO-Schüler Lukas Kofler. - Foto: lpa/Maja Clara
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Theorie und Praxis zusammengeführt: Landesfunkdienst-Koordinator Markus Rauch (li.) mit TFO-Schüler Lukas Kofler. - Foto: lpa/Maja Clara

Das von ihm entwickelte Programm hat Kofler am Dienstag bei der Agentur für Bevölkerungsschutz vorgestellt. Dieses Funknetz wird sämtlichen Zivilschutzorganisationen und der Landesverwaltung als Kommunikationsmittel im Einsatzfall zur Verfügung stehen.

Bei der Projektvorstellung wies der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Rudolf Pollinger auf die Schwierigkeiten in der öffentlichen Verwaltung hin, Lehre, Forschung und Praxis zu vereinen. In diesem Fall sei dieses Zusammenspiel exzellent gelungen, unterstrich der Zivilschutzchef.

„Durch Koflers Programm werde die Arbeit wesentlich erleichtert“

Programmentwickler Lukas Kofler, jetzt Schüler der Abschlussklasse des Informatik-Zweiges der Technologischen Fachoberschule Max Valier, erklärte bei der Vorstellung, dass das digitale Funknetz des Zivilschutzes in Südtirol Daten sehr komplex abspeichere. Die Datenauswertung sei schwierig. Durch das von ihm entwickelte Programm werde die Arbeit erleichtert, vor allem beschleunigt: "Die Daten werden täglich in einer Datenbank gespeichert und nicht wie früher überschrieben oder gar gelöscht.

Mit der Applikation kann gezielt nach Einträgen gesucht werden, Ergebnisse können mit einem Tabellenprogramm exportiert werden." Anrufer und Angerufene, Einbuchung des Funkgerätes in die Basisstationen, Gruppenmitglieder und deren Anzahl, Zeitpunkt und Dauer eines Anrufes würden nun registriert, Fehlermeldungen wie abgebrochene Funkverbindungen ersichtlich. Damit könne überwacht werden, ob die Kommunikation funktioniere.

„Vorzeigeprojekt“

Bevölkerungsschutz-Chef Pollinger bezeichnete dieses Projekt als "Vorzeige-Projekt", und auch der Koordinator des Landesfunkdienstes Markus Rauch lobte das von Lukas Kofler und den Lehrpersonen Michael Wild und Franz Obkircher entwickelte Programm. Die technische Unterstützung wurde vom Unternehmen Cassidian Communication GmbH (Airbus Defence and Space) aus Deutschland gewährleistet, das bei der Vorstellung mit einer Delegation vertreten war.

lpa/stol

stol