Dienstag, 14. April 2015

Schüler in Hamburg von Gleichaltrigem erstochen

Ein Jugendlicher ist am Dienstag in eine Hamburger Schule gestürmt und hat einen 17-jährigen Mitschüler im Klassenzimmer erstochen.

Foto: © APA/EPA

Das Opfer sei noch am Tatort im Stadtteil Wilhelmsburg seinen Verletzungen erlegen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Es sei nach bisherigen Ermittlungsstand ein gezielter Angriff gewesen.

Der ebenfalls 17 Jahre alte mutmaßliche Angreifer sei festgenommen, die Tatwaffe sichergestellt worden.

Die Nelson-Mandela-Schule bietet auf dem betroffenen Schulgelände einer Volksschule Deutsch-Vorbereitungskurse für Jugendliche an. In einem dieser Kurse kam es zu der tödlichen Attacke.

Späteres Opfer wollte mit Mitschüler reden

Das spätere Opfer sei in einer Pause in den Klassenraum des Verdächtigen gegangen, um mit ihm zu reden, teilte die Polizei am Dienstagabend mit.

Bei dem Gespräch soll der 17-Jährige dann unvermittelt mit einem Küchenmesser auf seinen gleichaltrigen Mitschüler eingestochen haben. Dieser Ablauf habe sich nach ersten Befragungen und Zeugenvernehmungen herauskristallisiert. Worum es in dem Gespräch ging, blieb unklar.

Zunächst hatte die Polizei erklärt, der Angreifer sei während einer Unterrichtspause kurz nach 11.00 Uhr in den Klassenraum gestürmt und habe auf sein Opfer eingestochen.

Die Mordkommission ermittelt. Am frühen Dienstagabend wurden weitere Zeugen vernommen, wie es hieß. Dem Verdächtigen will die Polizei den Angaben zufolge später rechtliches Gehör anbieten, um sich zu den Vorwürfen zu äußern. Die Beamten hatten den 17-Jährigen vorläufig festgenommen.

apa/dpa

stol