Sonntag, 09. Februar 2020

Schülerinnen nach Austauschprogramm in China wieder in Bozen

2 Bozner Austausch-Schülerinnen haben vergangene Woche ihre vorzeitige Rückreise aus China angetreten. Sie bleiben bis März der Schule fern.

Der Coronavirus greift weiter um sich.
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Der Coronavirus greift weiter um sich. - Foto: © APA/afp / MLADEN ANTONOV

Die beiden Schülerinnen befanden sich im Rahmen eines Schul-Austauschprogramms zwar nicht in Wuhan, wo das Coronavirus ausgebrochen ist, aber aufgrund der Schließung vieler Schulen und dem Ausfall vieler öffentlicher Verkehrsverbindungen seit Ausbruch des Virus kehrten sie dennoch mit vielen anderen noch vor Beendigung des Auslandsjahres nach Italien zurück.

Das italienische Gesundheitsministerium hatte am vergangenen Samstag eine „freiwillige Quarantäne“ für Schüler, die nach dem Ausbruch des Coronavirus aus den Risikogebieten nach Italien zurückgekehrt waren, empfohlen.

Die gemeinnützige Organisation „Intercultura“, die Stipendien für Austauschprogramme vergibt, vereinbarte mit den Eltern und der Schule einer der beiden Schülerinnen, dass sie aus Sicherheitsgründen erst ab 1. März wieder die Schulbank drücken werde. Mit großer Wahrscheinlichkeit werde auch die zweite Südtirolerin bis dahin vom Unterricht fernbleiben.

Der italienische Bildungsdirektor Vincenzo Gullotta und „Intercultura“ rufen indes dazu auf, die beiden Schülerinnen – wie auch alle anderen seit Ausbruch des Virus 2019-nCoV aus China zurückgekehrten Personen – nicht zu diskriminieren.

Der Gesundheitszustand der beiden Mädchen werde bis dahin täglich unter die Lupe genommen.

d