Bis zum letzten Moment wurde in Rom interveniert, um in Sachen Schülertransport eine Ausnahme zu erreichen. <BR /><BR /><BR /><BR /><BR />Es gibt keinen Aufschub und schon gar keine Ausnahme für Schüler: Ab heute gilt 3G in den Bussen, einzige Ausnahme sind reine Schülertransporte. Landesrat Philipp Achammer reagiert mit Unverständnis: „Diese Regelung ist so schlicht nicht umsetzbar“, ärgert er sich.<BR /><BR />Die Regionen und sogar der gesamtstaatliche Gemeindenverband hätten versucht, zu intervenieren und einen Aufschub zu erwirken. Es habe dazu am Samstag noch eine eigene Sitzung der zuständigen Minister gegeben, weiß Landesrat Daniel Alfreider. Doch: Rom bleibt hart. <BR /><BR /><b>Schlechte Impfquote</b><BR /><BR />Das größte Problem mit der neuen 3G-Pflicht hat dabei Südtirol, denn während italienweit bereits über 70 Prozent der 12- bis 19-Jährigen geimpft sind, sind es in Südtirol nur knapp 55 Prozent. Auch für die Regionen mit besseren Zahlen gebe es keine Ausnahmen, weiß Alfreider. „Abgesehen davon, dass es rechtlich kaum halten dürfte, wäre es wohl extrem schwer zu rechtfertigten, dass ausgerechnet Südtirol – mit den höchsten Infektionszahlen und der niedrigsten Impfquote – in dieser Frage im Alleingang eine Lockerung macht“, meint er. <BR /><BR />Es bleibe aber die Tatsache, so Achammer, dass 3G so schnell faktisch nicht umsetzbar ist. „Wie sollen sich alle ungeimpften Schüler übers Wochenende testen lassen, so dass sie am Montag (heute, Anm. d. Red.) eine gültige Testbescheinigung haben“, wundert er sich. Zumal es gerade am Wochenende auch wenig Testangebote gebe, insbesondere am Land. Dass das die betroffenen Familien vor Probleme stelle, zeigten auch die zahlreichen Anrufe, die er von Eltern und Elternvertretern diesbezüglich bekommen habe. <BR /><BR /><b>Wie ist es mit den Kontrollen?</b><BR /><BR />Da man ja in Südtirol in den Schulen das laufende Nasenflügel-Screening habe, wäre er sogar für eine Ausnahmeregelung gewesen, aber zumindest einen Aufschub, so dass sich alle organisieren oder im besten Fall auch noch impfen lassen könnten, habe er sich durchaus erwartet. Und befinde sich da in einer Linie mit dem Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesratkollege Alfreider. <BR /><BR />Bleibt nun abzuwarten, wie die entsprechenden Kontrollen gehandhabt werden. „Ich denke, diejenigen, die die Kontrollen durchführen, werden auch wissen, dass die Einhaltung schlicht nicht umsetzbar ist“, hofft er. Eine Regelung vorzusehen, die dann aber nicht kontrollierbar und schwerlich bis gar nicht einzuhalten ist, sei eigentlich kontraproduktiv, ärgert er sich auch über die unterschwellige Botschaft. <BR /><BR />