Mittwoch, 24. März 2021

Schüsse auf Afrikaner: 12 Jahre Haft bestätigt

Das Oberste Gericht hat in Italien das zweitinstanzliche Urteil bestätigt, mit dem der rechtsextreme Aktivist Luca Traini, der am 3. Februar 2018 in der mittelitalienischen Stadt Macerata auf offener Straße auf 6 Afrikaner geschossen und sie verletzt hatte, zu einer 12-jährigen Haftstrafe verurteilt worden war.

Am Mittwoch wurden die 12 Jahre Haft für Luca Traini bestätigt.
Am Mittwoch wurden die 12 Jahre Haft für Luca Traini bestätigt. - Foto: © ANSA / MATTEO GUIDELLI / RED
Damit wurde ein im Oktober 2019 gefälltes Urteil eines Berufungsgerichts der Adria-Stadt Ancona bestätigt.

Traini wird seine Opfer entschädigen müssen. Neben den 6 Verletzten hatte der Italiener von einem Auto aus in Macerata auf 5 weitere Migranten geschossen, ohne sie jedoch zu treffen.

Der Mann mit Verbindungen zu rechtsextremistischen Kreisen habe afrikanische Drogendealer erschießen wollen, berichteten die Ermittler.

Er hatte damit auf die Ermordung einer 18-jährigen Römerin reagiert, die wenige Tage vor der Schussattacke in Macerata von einem nigerianischen Drogendealer vergewaltigt und ermordet worden sein soll. Ihre Leiche war in 2 Koffern zerstückelt gefunden worden.

Traini soll angeblich eine Freundin mit Drogenproblemen gehabt haben. Das Drama des getöteten Mädchens habe ihn zutiefst erschüttert.

In einer Stellungnahme hatte Traini betont, dass er nicht aus rassistischen Gründen gehandelt habe. Er habe lediglich Drogendealer bestrafen wollen.

apa

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