Roland Seppi hätte zwar nach wie vor einige Bezirke hinter sich. Die negative Berichterstattung über ihn als Landeskommandant könnte ihm „irgendwann aber auch beruflich schaden“, meinte Seppi. „Und auch die Familienangehörigen machen da einiges mit.“ <BR /><BR />Bundeskassier Franzjosef Roner will sein Amt nach 10 Jahren „einem jüngeren zur Verfügung stellen“.<BR /><BR />Der Countdown läuft: Am 3. Mai stehen bei der Bundesversammlung Wahlen an. Doch schon spätestens bis 20. März müssen die Kandidatenvorschläge deponiert werden – 8 Tage vor der Bundesausschuss-Sitzung am 28. März. <h3> Ende November wollte sich niemand festlegen</h3>Bei der jüngsten Bundesausschuss-Sitzung Ende November stand die Frage im Raum, wer denn weitermachen will. Weder Landeskommandant Roland Seppi, noch sein Stellvertreter Christoph Schmid und auch nicht Bundesgeschäftsführer Egon Zemmer sowie Bundeskassier Franzjosef Roner wollten sich damals festlegen. Roner erklärte nun gestern auf Anfrage, dass er aufhören wolle. Schmid will hingegen Gespräche im Schützenbund abwarten und dann entscheiden, ob er sich der Wahl zum Landeskommandanten stellen wird. Zemmer war für uns nicht erreichbar. „Man sucht Kandidaten für alle 4 Ämter“, berichtet Roner.<h3> Unterland für Wechsel an der Spitze</h3>Unsicher ist, ob Seppi noch eine Mehrheit bei den Schützenbezirken hinter sich hat. Insidern zufolge dürfte neben dem Bezirk Brixen auch das südliche Wipptal und das Pustertal dem Landeskommandanten noch die Stange halten. In 2 Lager geteilt – pro und contra Seppi – sollen hingegen der Vinschgau und Burggrafenamt-Passeier sein. Einige Anhänger könnte Seppi noch im Bezirk Bozen haben. Das Unterland ist hingegen klar gegen Seppi: Bezirksmajor Peter Frank macht sich für Christoph Schmid als neuen Landeskommandanten stark. „Wir sind grundsätzlich nicht für den Verbleib von Seppi“, sagt Frank. Schon vor dem Fall Michael Demanega habe es Probleme gegeben. „Wir brachten Vorschläge, diese wurden nicht wahrgenommen. Mit der Causa Demanega ist dann alles explodiert“, meint Frank. „Schmid ist Unterlandler, man kennt seine Qualitäten. Wir würden ganz sicher hinter ihm stehen, sollte er sich bereit erklären.“ Aber entschieden werde gemeinsam – alle 7 Bezirke miteinander in Absprache – „und was herauskommt, wird dann mitgetragen“, betont Frank. Eine Kampfabstimmung wie bei der letzten Wahl soll vermieden werden.