„Ich bleibe hartnäckig dran“, verspricht Kompatscher. „Es gibt 2 Lösungsvarianten. Uns ist das Resultat wichtig. Wir überlassen es dem Innenministerium, welchen Weg man beschreitet. Erfreulich ist, dass dieser Innenminister – nach jahrelangem Drängen meinerseits – erklärt hat, <i>dass </i>man es jetzt zeitnah lösen will.“ <BR /><BR />Bereits im September 2023 hatte der Landeshauptmann dem Minister ein Abkommen vorgeschlagen, um den Transport der historischen Waffen vom Bundesland Tirol und Bayern nach Südtirol zu erleichtern. Gegenüber dem Minister betonte Kompatscher vergangene Woche, es gehe vor allem um die Teilnahme der Schützen an großen Versammlungen. Dazu zählt beispielsweise das Alpenregionstreffen. <h3> Bemühungen auch seitens Tiroler Schützenkompanie</h3>Auch der Landeskommandant des Bundes der Tiroler Schützenkompanien, Thomas Saurer, bemüht sich bereits seit Jahren um eine Lösung. „Das Ganze ist im Laufen und wir sind an der Thematik dran“, berichtet Saurer. Es gebe 2 Möglichkeiten: Der Transport der historischen Waffen könnte entweder mit dem Europäischen Feuerwaffenpass ermöglicht werden – oder es werde ein Abkommen wie zwischen Österreich und dem Freistaat Bayern auch mit Italien geschlossen. Man habe dieses Anliegen bereits deponiert – im österreichischen Außenministerium. Involviert sei auch die Präsidentschaftskanzlei des Bundespräsidenten. <BR /><BR /><embed id="dtext86-67457603_quote" /><BR /><BR />Angeschrieben worden seien zudem die Landeshauptleute der Europaregion Tirol und weiters sei die österreichische Botschaft in Rom damit befasst. „Das Thema ist platziert – aber wir haben noch keine Ergebnisse“, meint Saurer. In Tirol hätten Kompanien, die außerhalb von Österreich und Bayern unterwegs waren, bereits den Europäischen Waffenpass erstellen lassen. Mit dem Europäischen Waffenpass historische Waffen nach Südtirol oder ins Trentino zu transportieren, sei aber noch nicht möglich, denn Italien habe die Richtlinien des Europäischen Waffenpasses verschärft. <h3> Lösung soll bis spätestens 2028 her</h3>Ziel wäre es, bis zum Alpenregionstreffen 2028 in Welschtirol eine Lösung zu erzielen, meint Saurer. Die Gewehre der Nordtiroler Schützen und der Schützen aus Bayern sind in den allermeisten Fällen nicht entschärfte Waffen – mit denen könnte theoretisch noch scharf geschossen werden. Verwendet werden diese Gewehre aber ausschließlich für Ehrensalven – und dabei kommen Platzpatronen zur Anwendung. <BR /><BR />Mit den Gewehren der Südtiroler Schützen hingegen wäre ein Umbau zu einer scharfen Waffe nicht mehr möglich, heißt es vom Südtiroler Schützenbund. Ähnlich verhalte es sich bei den Säbeln: Die Säbel der Schützen im Bundesland Tirol und Bayern seien noch scharf, also „schneidig“, die Säbel der Südtiroler Schützen hingegen stumpf.