„Das Ziel muss nach wie vor die Entfernung aller faschistischen Relikte in unserem Land sein. Zumindest wird durch den in vier Sprachen abgefassten Text auf die zweifelhafte Geschichte dieser Bauwerke hingewiesen. Allerdings geht aus dem Text zu wenig klar hervor, dass es dabei um eine Geschichtslüge geht“, kritisiert Thaler.Bereits vor zwei Jahren habe der Südtiroler Schützenbund einen gut durchdachten Textvorschlag für solche Tafeln eingebracht. „Das war allerdings noch in einer Zeit, als Landeshauptmann Luis Durnwalder nicht den Bondi-Brief in der Hand hatte, der es der Landesregierung ermöglicht, die faschistischen Relikte zu entschärfen. Heute, 'mutatis mutandis', wäre ohne weiteres eine gründlichere Lösung möglich.“Dass nun plötzlich das italienische Verteidigungsministerium Einspruch erhebe und die Anbringung der Tafeln verbiete, zeige erneut, was von diesem Staat zu halten sei. „Es hilft die beste Autonomie der Welt nichts, wenn der Staat gegen eine Aufarbeitung seiner faschistischen Vergangenheit ist. Italien war und ist kein verlässlicher Verhandlungspartner“, so der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes.