Dienstag, 24. Juli 2018

Schützenbund unterstützt Feuerwehr in Rumänien

Im Juni 2017 hat Dr. Margareth Lun, die Kulturreferentin des Südtiroler Schützenbundes, eine 4-tägige Kulturfahrt nach Siebenbürgen organisiert. Dabei wurden die ersten Kontakte mit der deutschen Sprachminderheit in Rumänien geknüpft. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Mihai Eminescu Trust soll nun ein Fahrzeugschuppen für die Freiwillige Feuerwehr von Malmkrog errichtet werden. Dieses Projekt wird vom Land Südtirol mit 70.000 Euro mitfinanziert. Die Gesamtkosten betragen 110.000 Euro.

So soll der Feuerwehrschuppen aussehen. Das Projekt wird vom Land Südtirol mit 70.000 Euro mitfinanziert. Die Gesamtkosten betragen 110.000 Euro.
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So soll der Feuerwehrschuppen aussehen. Das Projekt wird vom Land Südtirol mit 70.000 Euro mitfinanziert. Die Gesamtkosten betragen 110.000 Euro.

Malmkrog (rum. Malancrav, ung. Almakerek) wurde durch deutsche Siedler gegründet und 1305 erstmals urkundlich erwähnt. Heute hat es 1.100 Einwohner. Nach dem Exodus der Deutschen in Siebenbürgen in den 1990er Jahren blieben in Malmkrog weit über 100 Sachsen wohnen. Heute gibt es dort auch eine gedeihende rumänische und Roma-Dorfbevölkerung.

Es gibt im Dorf eine Schule mit rund 200 eingeschriebenen Schülern, einen Kindergarten mit einer deutsche und einer rumänischen Gruppe, eine Grundschule in deutscher und rumänischer Sprache und eine Mittelschule in rumänischer Sprache. Malmkrog ist aus demografischer Sicht ein relativ junges Dorf, weil nicht alle jungen Familien nach der Revolution von 1989 und dem EU-Beitritt Rumäniens ausgewandert sind.

Existenz der Feuerwehr wichtig 

In Malmkrog gibt es schon seit Generationen eine Freiwillige Feuerwehr, bei der heute alle drei Volksgruppen des Dorfes beteiligt sind. Im Winter 2016/2017 konnte sie erfolgreich bei drei großen Hausbränden im Tal helfen und in zwei Fällen die Familien vor dem totalen Verlust ihres Heims bewahren. Auch im Kampf gegen immer wieder auftretende Waldbrände leistet die Malmkroger Feuerwehr wichtige Arbeit. Ihre Existenz ist sehr wichtig, da sich die nächste Berufsfeuerwehr im ca. 25 km entfernten Schäßburg befindet.

Modernisierung notwendig

Die Stiftung MET hat nun bestätigt, dass die freiwillige Feuerwehr in Malmkrog dringend einen Fahrzeugschuppen braucht. Es existiert neben einem modernen Löschfahrzeug auch noch ein Anhänger mit diversem Gerät und ein altes Feuerwehrauto, das besonders bei Waldbränden zum Einsatz kommt, da es geländegängig ist.

Das Hauptziel des vom SSB unterstützten Projektes ist es, den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr von Malmkrog in Brandnotfällen in der Gemeinde und den vier Nachbargemeinden durch die Modernisierung der Feuerwehrinfrastruktur zu verbessern bzw. einen verbesserten Brandschutz der Baudenkmäler der Siebenbürger Sachsen (5 Wehrkirchen in Malmkrog, Lasseln, Neudorf, Rauthai und Felsendorf und Gutshaus in Malmkrog) zu gewährleisten.

Fahrzeugschuppen

Gebaut werden nun mit der Hilfe des Südtiroler Schützenbundes und des Landes Südtirol ein Fahrzeugschuppen, der sich harmonisch in die Architektur des Dorfes einfügt, und ein Reservoir für 10.000 Liter Wasser, auf das im Brandfall zugegriffen werden kann, da es keine große Wasserquelle in der ganzen Umgebung gibt.

stol

stol