Dienstag, 16. Juni 2015

Schuler streicht Wehr aus Alarmplänen: „Tat mir sehr leid“

Für Arnold Schuler, zuständiger Landesrat für Zivilschutz, war der Dienstag kein einfacher Tag: Das Thema „Feuerwehr Waidbruck“ sei Diskussionsgrundlage für viele Gespräche gewesen, gibt der Landesrat auf Facebook zu. Und dennoch: Schuler verteidigt seine Entscheidung, die Feuerwehr aus den Alarmplänen zu streichen.

Arnold Schuler
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Arnold Schuler - Foto: © D

Wie berichtet, hatte der Waidbrucker Gemeinderat den Haushalt der Feuerwehr 2013 nicht akzeptiert und den Haushaltsvoranschlag für 2015 nicht genehmigt. Grund dafür waren laut Schuler „Abweichungen zwischen Buchhaltung und Ausgaben“.

Doch, so erinnert Schuler auf Facebook: „Eine lückenlose Aufstellung von Ausgaben und Einnahmen muss von jedem ehrenamtlichen Verein erstellt werden.“

Vor wenigen Tagen ließ Schuler deshalb, als zuständiger Landesrat, die Freiwillige Feuerwehr von Waidbruck aus den Alarmplänen streichen.

Bei den Ehrenamtlichen vor Ort stieß diese Entscheidung auf Unverständnis und Ärger. Der Kommandant der Waidbrucker Wehr Michael Gantioler nannte den Schritt "verantwortungslos und äußerst bedenklich“.

Hofft, auf eine baldige „Rückkehr“ der Wehr

Es habe mehrere Monate lang Verhandlungen mit der Gemeindeverwaltung und der Feuerwehr gegeben, berichtet Schuler nun online. „Und ich war stets bemüht, eine Lösung zu finden“, betont der Landesrat.

„Bis jetzt war das leider nicht möglich. Ohne eigene Finanzmittel kann nach über einem halben Jahr der Dienst der Feuerwehr nicht mehr garantiert werden. Daher musste ich die Alarmpläne entsprechend ändern.“

Und weiter: „Als Feuerwehrmann hat es mir sehr leid getan, zu dieser Maßnahme greifen zu müssen.“ Er hoffe aber, dass es in absehbarer Zeit gelinge, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, die Feuerwehr Waidbruck wieder einsatzfähig zu machen.

stol

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