Passiert ist das Ganze bereits im Dezember. Erst jetzt wurde der Fall öffentlich. Die beiden Schüler hatten das Läuten der Schulglocke ignoriert und alberten noch weiter in den Gängen der Schule herum, anstatt sich in ihre Klasse zu begeben. Ihre lauten Stimmen und das Lachen zogen schließlich die Aufmerksamkeit eines Lehrers auf sich. Er forderte die beiden Jugendlichen dazu auf, ruhig zu sein. Diese simple Ermahnung brachte sie offenbar derart in Rage, dass die Situation eskalierte.<BR /><BR />Die beiden minderjährigen Burschen sollen den Lehrer lautstark beleidigt und ihm gedroht haben. Einer von ihnen soll sogar so weit gegangen sein, ein spitzes Objekt aus der Tasche zu ziehen und es bedrohlich vor das Gesicht des Lehrers zu halten. Das Punziereisen, das der Schüler benutzt haben soll, soll er von zu Hause mitgebracht haben.<h3> Einschreiten und Konsequenzen</h3>Glücklicherweise konnte der Lehrer die Situation nach wenigen Minuten entschärfen, wie es in einem Bericht der Tageszeitung „Alto Adige“ heißt. Beruhigend redete er auf den Jugendlichen ein, bis dieser offenbar selbst einsah, dass er zu weit gegangen war. <BR /><BR /> Inzwischen waren auch andere Schüler auf den Vorfall aufmerksam geworden und hatten sich im Flur versammelt. Die beiden Jugendlichen wurden umgehend zum Direktor gebracht.<BR /><BR />Die Reaktion der Schule kam prompt: Nach Beratungen im Klassenrat wurde entschieden, die beiden Schüler für 2 Wochen zu suspendieren. Doch anstatt sie einfach nach Hause zu schicken, wurde eine andere Lösung gefunden. „Wir haben sie zu einem Jugendzentrum geschickt, wo sie sich nützlich machen und ihre Fehler reflektieren können. Erste Rückmeldungen zeigen, dass das soziale Engagement positive Effekte hat“, erklärte Schulleiter Marco Fontana gegenüber dem „Alto Adige“. Es ist nicht das erste Mal, dass diese Methode an der Schule zum Einsatz kommt: Bereits im Vorjahr wurden 3 Schüler im Rahmen einer Kooperation mit der Organisation „La Strada“ zu gemeinnütziger Arbeit verpflichtet.