Freitag, 29. Januar 2021

Schulgewerkschaften: „Teilvertrag für Lehrpersonal ist nur erster Schritt“

„Die Wiederaufnahme der Verhandlungen ist sicherlich positiv zu bewerten, aber der Teilvertrag für die Lehrpersonen der staatlichen Schulen in der Provinz Bozen ist nur ein erster Schritt“, so der Kommentar der Schulgewerkschaft des AGB/CGIL.

Um den Fernunterricht während der epidemiologischen Notsituation zu gewährleisten, fielen für das Lehrpersonal Mehrkosten an.
Badge Local
Um den Fernunterricht während der epidemiologischen Notsituation zu gewährleisten, fielen für das Lehrpersonal Mehrkosten an.
Die Vereinbarung sieht eine Erhöhung der Landeszulagen von 292 Euro brutto pro Jahr (29,2 Euro brutto pro Monat, Juli und August ausgeschlossen) ab dem 1. Januar 2019 vor, sowie eine Erhöhung des jährlichen Landesbeitrags zum ergänzenden Gesundheitsfond SaniPro von 14,92 Euro ab dem 1. Januar 2021. STOL hat berichtet.

Die Schulgewerkschaft für Bildung und Wissenschaft GBW, welche die Lehrpersonen der staatlichen Schulen vertritt, unterstreicht, dass die Partie zur Angleichung der Gehälter des Lehrpersonals an das der Landesangestellten noch offenbleibt. Dazu bedürfe es deutlich mehr Mittel (50 Millionen für das Jahr 2021). Die Schulgewerkschaft erinnert daran, dass die Landesangestellten im Dreijahreszeitraum 2019-21 Erhöhungen von insgesamt fast 3000 Euro brutto pro Jahr erhalten haben, also das Zehnfache.

Der Teilvertrag ermögliche es allerdings, die zugewiesenen Mittel nicht zu verlieren und die Lehrpersonen nicht mit dem nominalen Gehalt von 2018 zurückzulassen. Zudem sollten so etwa 640 Euro Rückzahlungen im März gesichert werden. Für die endgültige Unterzeichnung muss auf den Beschluss der Landesregierung, die Stellungnahme des Bildungsministeriums und die Beurteilung durch die Führungsgremien der Gewerkschaften gewartet werden.

Die Schulgewerkschaft weist auch darauf hin, dass die heikle Angelegenheit der für das Lehrpersonal angefallenen Mehrkosten, um den Fernunterricht während der epidemiologischen Notsituation zu gewährleisten, noch nicht gelöst wurde. Den Südtiroler Lehrpersonen sind die jährlichen 500 Euro der so genannten „Carta docente“, die Lehrpersonen im restlichen Staatsgebiet zustehen, immer noch nicht zuerkannt worden. Der im November 2020 in diesem Sinne vorunterzeichnete Teilvertrag wurde von der öffentlichen Delegation nachträglich aufgelöst.

stol

Schlagwörter: