Freitag, 15. Februar 2019

„Schulstreik fürs Klima“: Tausende bei Demo in Bozen

Auf den Spuren von Greta Thunberg: Am Freitag sind tausende Südtirols Schüler für das Klima statt in die Schule auf die Straße gegangen, um zu protestieren. STOL zeigt den Protest in Bildern.

Vor dem Landtag in Bozen fand der Protestzug seinen Höhepunkt. - Foto: Grüne
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Vor dem Landtag in Bozen fand der Protestzug seinen Höhepunkt. - Foto: Grüne

Der Deutsche Landesbeirat der SchülerInnen (LBS) und der Südtiroler Jugendring (SJR) hatten die Kundgebung im Vorfeld unterstützt und zur Teilnahme aufgerufen. 

Der Aktion zugrunde liegt eine Kette an friedlichen Schülerprotesten, begonnen in Nordeuropa und ausgehend von der 16-jährigen Schülerin Greta Thunberg, bei denen Schüler auf die Problematiken des Klimawandels hinweisen wollen.

Geschätzt 3000 Schüler protestierten

Am Freitagmorgen versammelten sich zahlreiche Schüler am Siegesplatz in Bozen, die anschließend durch die Stadt bis zum Landtag marschierten. Ersten Schätzungen zufolge sollen sich bis zu 3000 Schüler an dem Protest beteiligt haben.

Kompatscher: „Sind auf der Seite der Jugendlichen“

Landeshauptmann Arno Kompatscher begegnete den Schülern vor dem Landhaus: „Wir sind auf der Seite der Jugendlichen und spüren unsere Verantwortung für den Klimaschutz. Dies spiegelt auch unser Regierungsprogramm wider, in dem Nachhaltigkeit und Klimaschutz eine tragende Rolle spielen.“ Der Landeshauptmann kündigte auch an, einen Klimaschutzbeauftragten ernennen zu wollen.

Positiv überrascht vom Engagement der Jugendlichen aus ganz Südtirol „für ein so wichtiges Thema wie den Klimaschutz“ zeigte sich auch Bildungslandesrat Philipp Achammer: „Es stimmt mich hoffnungsvoll, wenn Schüler sich mit der Umwelt und dem Klima auseinandersetzen und sich für mehr Umweltbewusstsein und für Nachhaltigkeit einsetzen und dafür – friedlich und begeistert – auf die Straße gehen.“

Der Landesrat für italienische Schule und Umwelt, Giuliano Vettorato, der ebenfalls auf dem Magnago-Platz anwesend war, erklärte, er teile die Sorgen der jungen Menschen und finde es lobenswert, wenn Jugendliche persönlich für ihre Anliegen eintreten: „Ich habe die Vertreter der Jugendlichen zu einer Diskussionsrunde eingeladen, um mir ihre Ideen anzuhören und ihnen dabei auch von den Maßnahmen zu berichten, die das Land zum Schutze von Umwelt und Klima trifft.“

Auch Landesmeteorologe Dieter Peterlin hat den jungen Leuten seinen Respekt ausgesprochen:

ASGB-Jugend: Klimawandel reele Tatsache, die man nicht beschönigen kann

Der Vorsitzende der ASGB-Jugend, Kevin Gruber und die Jugendsekretärin, Martina Verdross, bedankten sich am Freitagnachmittag in einer Presseaussendung bei allen Beteiligten der Demonstration für ihr Engagement: „Der Klimawandel ist eine reelle, traurige Tatsache, die man nicht beschönigen kann!“

„Wir haben es alle in der Hand, einen kleinen Einfluss aufs Klima zu nehmen. Und wenn wir uns alle daran halten, dann könnte man vielleicht wirklich eine Trendwende schaffen. Es gilt, das Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu setzen, dass prinzipiell kurze Wege mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt werden sollen, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken und dafür zu sorgen, dass dieser benutzerfreundlicher wird. Vor diesem Hintergrund kann man die heutige Demonstration der Jugendlichen nicht hoch genug einschätzen und ihnen nur applaudieren“, so Gruber und Verdross.

stol

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