Mittwoch, 11. März 2020

Auch Österreich stellt Schulunterricht ein

Die österreichische Bundesregierung stellt im Rahmen der Bekämpfung des Coronavirus den Schulunterricht für mindestens 4 Wochen komplett ein.

Ab Montag bleiben die Schulklassen leer.
Ab Montag bleiben die Schulklassen leer. - Foto: © HANS PUNZ
Für Schüler ab der 9. Schulstufe bleiben die Schulen ab Montag zu. Für alle anderen wird dann ab Mittwoch zwar der Unterrichtsbetrieb eingestellt, Betreuung gibt es aber weiterhin, Daheimbleiben wird nur empfohlen. Gleiches gilt für Kindergartenkinder.

Das „ultimative Ziel“ sei es, weniger soziale Kontakte zu erreichen, begründete der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die Maßnahmen, die im Anschluss an einen Gipfel mit den Sozialpartnern präsentiert wurden.

Maßnahmen gelten vorerst bis Ostern

Die Schul-Maßnahmen gelten vorerst bis einschließlich der Osterferien (Ostersonntag ist der 12. April), eine Ausdehnung ist aber nicht ausgeschlossen, sollten die Infektions-Fallzahlen weiter ansteigen. Betroffen sind rund 411.000 Oberstufenschüler und 690.000 Schüler an AHS-Unterstufen, Neuen Mittelschulen und Volksschulen sowie mehr als 300.000 Kinder unter sechs Jahren, die derzeit eine Kinderbetreuungseinrichtung besuchen.

Verpflichtung für die jüngeren Schüler, zuhause zu bleiben, gibt es vorerst keine. Ziel der Regierung ist es, dass 100 Prozent der Oberstufen-Schüler und drei Viertel aller anderen der Schule fernbleiben. Sollten diese Maßnahmen bei den unter 14-jährigen Schülern nicht fruchten und ein großer Teil die Betreuung in Anspruch nehmen, so könnten weitere Maßnahmen angedacht werden, ließ Kurz gegenüber Journalisten durchblicken. Als Möglichkeit gilt hier, dass etwa die Betreuung nur mehr für jene möglich gemacht wird, deren Eltern in bestimmten systemkritischen Berufen wie etwa dem Gesundheitswesen oder der Exekutive arbeiten.



apa

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