Managerin Sabine Kehm wollte den Bericht über eine angebliche Pneumonie weder bestätigen noch dementieren.„Wie immer in solchen Fällen lautet meine Antwort, dass Meldungen zu Michaels Gesundheitszustand, die nicht von den behandelnden Ärzten oder seinem Management stammen, als Spekulation angesehen werden müssen“, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch: „Und dass ich Spekulationen nicht kommentiere.“ Eine Quelle gab die „Bild“ für ihre Informationen nicht an. Die Ärzte sollen Schumacher dem Bericht zufolge mit starken Antibiotika behandelt haben. Ob die Aufwachphase wegen der Infektion unterbrochen wurde, sei nicht bekannt, hieß es.Lungenentzündungen seien eigentlich eine sehr häufige Sache bei Komapatienten, „insbesondere, wenn die Leute beatmet auf der Intensivstation sind“, sagte Dr. Johannes Warzelhan vom Luisenhospital Aachen am Mittwoch. Der Fachmediziner für Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie erklärte, dass normalerweise der Hustenstoß dafür sorge, dass Schleim und Krankheitserreger auch mit abgehustet würden. Wenn das gestört sei, „dann ist der normale Schleimtransport nach außen gestört.“ Die Folge: Sekret kann sich ansammeln und sich häufig entzünden.Wie gefährlich eine Lungenentzündung sein könnte, machte der Mediziner auch deutlich. „Bei Patienten mit schweren Grunderkrankungen, gerade bei Komapatienten sind Lungenentzündungen auf die Dauer so schwerwiegend, dass sie doch zum Großteil dazu führen, dass die Leute versterben“, sagte Warzelhan. Gleichwohl galt Schumacher bis zu seinem Unfall aber als kerngesund und absolut fit.dpa