Montag, 23. November 2015

Schutz für Bienen gefordert

Bienenschäden und Produktverunreinigungen standen am Montag im Mittelpunkt des Treffens von Agrarlandesrat Schuler mit Imkerbund-Obmann Pohl und Vertretern der Obst-, Beeren- und Weinwirtschaft, der Gärtner und Tierärzte, des Bauernbundes und der Ämter der Landesabteilung Landwirtschaft.

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Foto: © shutterstock

"Wir sind alle daran interessiert, diese Probleme in den Griff zu bekommen", unterstrich Schuler.

"Es gilt, die ganze Palette an Möglichkeiten zu untersuchen, die zu Bienenverlusten führen können", führte Landesrat Schuler aus. Nun gehe es auch darum, die Suche nach den Ursachen auszuweiten. Über das Bienenmonitoring Apistox werden nun das zweite Jahr Bienenschäden untersucht. Am Montag wurde angeregt, dieses Monitoring auch auf die biologische Landwirtschaft und auf Privatgärten sowie auf die Nischenkulturen Stein- und Beerenobst auszuweiten.

"Wollen keine Bienenschäden durch Pflanzenschutzmittel" 

"Wir möchten keine Bienenschäden durch Pflanzenschutzmittel und keinen belasteten Honig", betonte Imkerbund-Obmann Engelbert Pohl in Vertretung der rund dreitausend Imker. Alle Vertreter der beteiligten Landwirtschaftszweige stimmten darin überein, dass die Thematik nicht mit der Aussetzung eines einzigen Wirkstoffes vom Tisch sei, sondern dass es eines langfristigen Prozesses bedarf, um die Sachlage genau zu verstehen, Zusammenhänge zu erfassen und Verbesserungen durchzubringen.

In einem vom gesamten Bundesausschuss des Imkerbundes unterzeichneten Schreiben an Landesrat Schuler, die Südtiroler Obst- und Weinwirtschaft und die Gärtnervereinigung fordert der Imkerbund weitere Maßnahmen zum Schutz der Bienen. Alle Gesprächspartner stimmten darin überein, dass man sich auch bisher dahingehend bemüht habe; dieses Bemühen soll weiterhin verstärkt werden.

stol