Donnerstag, 19. März 2015

Schutz gegen Einbrecher: "So machen wir das Zuhause sicher"

Die Zahl der Diebstähle und Einbrüche ist in den letzten Monaten auch in Südtirol leicht angestiegen. Um auch Nummer sicher zu gehen, werden bei einer Sicherheitskampagne im ganzen Land persönliche Verhaltenstipps und technische Vorkehrmaßnahmen vermittelt. Sechs Infoevents stehen allen Interessierten offen.

Wissen, wie man sich verhalten soll und wie man sich schützt: Experten informieren darüber.
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Wissen, wie man sich verhalten soll und wie man sich schützt: Experten informieren darüber. - Foto: © shutterstock

Das Interesse für Alarmanlagen und elektronische Überwachungssysteme hat im Zuge der ansteigenden Diebstähle und Einbrüche zugenommen. Gleichzeitig hat die Bevölkerung ein größeres Bedürfnis nach allgemeinen Verhaltenstipps und Sicherheitsratschlägen entwickelt.

Eine Sicherheitskampagne, die von Handwerkern gemeinsam mit dem Regierungskommissariat für die Provinz Bozen ausgearbeitet wurde, soll nun sowohl persönliche Verhaltenstipps als auch technische Vorkehrmaßnahmen vermitteln.

Konkrete und individuelle Lösungen bieten

„Die Südtiroler Handwerker, speziell die Elektrotechniker und die Tischler im lvh, wollen diese Anforderungen aufgreifen und den Menschen das notwendige Sicherheitsgefühl wieder zurück geben. Unser Ziel ist es nicht, den Menschen noch mehr Angst vor Einbrüchen einzujagen, sondern ihnen konkrete und individuelle Lösungen zu bieten“, erklärte Gert Lanz, Präsident im Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister.

Die Sicherheitskampagne vermittelt vor allem technische Vorkehr- und Sicherheitsmaßnahmen, aber auch Informationen, wie man selbständig Risikofaktoren vermeiden bzw. beseitigen kann.

„Im April wird offiziell eine nationale Vereinbarung unterzeichnet, die der Sensibilisierung und vor allem der Information der Bevölkerung dienen soll “, unterstrich der stellvertretende Vikar des Regierungskommissariats Francesca De Carlini.

 

Um Sicherheit bemüht: Francesca De Carlini vom Regierungskommissariat, lvh-Präsident Gert Lanz und lvh-Vizepräsident Martin Haller (v.l.). Foto: lvh

Die Schwachstellen am Haus 

„Die Erfahrung der Polizei zeigt vielfach, dass Einbrüche in Einfamilienhäuser meistens über die Fenstertüren und Fenster erfolgen, zumal diese häufig die größten Schwachstellen in einem Haus oder in einer Wohnung darstellen", so Martin Haller, Obmann der Berufsgruppe Installation und Vizepräsident im lvh.

 In Mehrfamilienhäusern hingegen verschaffen sich Einbrecher Zutritt zumeist über die Wohnungseingangstüren, aber auch über leicht erreichbare Fenster.

Geübte Täter können diese oftmals in weniger als 30 Sekunden öffnen.

"Durch den Einsatz unterschiedlichster Technik und entsprechende Sicherheitsanlagen kann das unerlaubte Eindringen in Gebäude und der Diebstahl des Eigentums verhindert werden", so Haller.

Termine im ganzen Land

Konkrete Informationen über persönliche Verhaltensregeln, technische Sicherheitsvorkehrungen sowie Einbruchdiebstahlversicherungen erhalten die Südtiroler im Rahmen einer Vortragsreihe mit Vertretern der Polizei und den Carabinieri, einer Versicherungsagentur sowie Fachexperten für Alarmanlagen, Überwachungssysteme und Sicherheitstüren- und Fenster:

am 19. März im Haus des Handwerks in Bozen
am 23. März in der Berufsschule Schlanders
am 24. März in der Berufsschule Meran
am 26. März in der Berufsschule Brixen
am 27. März in der Berufsschule Bruneck
am 1. April in der italienischen Berufsschule in Bozen

Beginn der Veranstaltung ist jeweils 19 Uhr. 

stol/ker

stol