Die Frau, die mit Hochzeitsvorbereitungen auf dem Schloss betraut war, fuhr gegen 12.30 Uhr mit einem Auto vom Typ Fiat Panda den schmalen Zufahrtsweg zum Schloss hoch und wollte das Fahrzeug auf dem Parkplatz neben dem Stadel abstellen. Da sie jedoch, wie später bekannt wurde, an ein Auto mit Automatikgetriebe gewöhnt ist, legte sie vermutlich den falschen Gang ein. 60 Meter mit Auto abgestürzt Das Auto setzte sich wieder in Bewegung und stürzte rund 60 Meter die steile Schlucht hinunter auf den darunterliegenden Eisstockschieß-Platz. Das Auto wurde dabei fast gänzlich zerstört. Die gebürtige Neapoletanerin G.S.kann von großem Glück sprechen: Sie konnte sich noch selbst aus dem Autowrack befreien. Anschließend begann sie, vermutlich von Panik ergriffen, die Felswände ein Stückweit hochzuklettern. Dabei kam sie aber wegen des unwegsamen und sehr steilen Geländes nicht weit.Bergung mittels Seilwinde In der Zwischenzeit hatten sich bereits zahlreiche Rettungskräfte auf den Weg gemacht - unter anderem die Berufsfeuerwehr Bozen, das Weiße und Rote Kreuz, die Bergrettung des AVS und CAI Bozen, die Mannschaft des Rettungshubschraubers Pelikan II, die Stadtpolizei und die Carabinieri von Bozen. Die Bergretter stiegen zu der Frau ab und begannen mit der Erstversorgung. Anschließend wurde die 27-Jährige mittels Seilwinde vom Pelikan II geborgen und in das Bozner Krankenhaus geflogen. Ersten Informationen zufolge soll sie sich Rissquetschwunden am Kopf und Prellungen am ganzen Körper zugezogen haben. Der genaue Unfallhergang wird noch ermittelt. Das schwer beschädigte Fahrzeug wurde bereits von der Berufsfeuerwehr Bozen geborgen.joi