Die Zeit während der Schwangerschaft und in der Stillzeit könne für viele Betroffene zur Belastungsprobe werden.Häufig sind Eltern mit dem plötzlichen Lebenswandel und der neuen Aufgabe überfordert. In Extremfällen kann diese psychische und körperliche Belastung auch zu einer seelischen Störung führen.Obwohl diese Art der psychischen Erkrankung weltweit bei bis zu einem Viertel aller Schwangerschaften auftritt, wird sie sowohl von Patienten, als auch von Ärzten häufig nicht wahrgenommen.Fachambulanz auch in Bozen„Psychische Störungen in und nach einer Schwangerschaft sind leider weiterhin noch ein Tabu-Thema. Mütter und Väter gestehen sich ihre Schwächen nicht gerne ein und versuchen, diese nicht zu zeigen“, betonte Primar Andreas Conca von der Abteilung Psychiatrie am Krankenhaus Bozen auf der Pressekonferenz.Von Fachleuten wurde aus diesem Grund ein Leitfaden erstellt, der nicht nur über die Thematik aufklären soll, sondern Betroffene auch einlädt, sich in ihrer Not vertrauensvoll an die dafür zuständigen Anlaufstellen zu wenden.Bereits seit drei Jahren gibt es an den Krankenhäusern in Südtirol eine solche Fachambulanz. Der Dienst wurde bisher aber von nur 380 Personen genutzt.„Dabei wäre eine Begleitung dieser Art für viele schwangere Frauen oder frischgewordene Mütter von großer Wichtigkeit“, unterstrich auch Gesundheitslandesrätin Martha Stocker bei der Vorstellung des Leitfadens.cmp