Freitag, 20. September 2019

Schwarze Woche für Südtirol

Die vergangene Woche war überschattet von ungewöhnlich vielen Todesfällen. Insgesamt mussten 7 Menschen ihr Leben lassen, darunter 2 Frauen, 4 Männer und ein Neugeborenes. Während es sich in 6 Fällen um tragische Unfälle handelte, ermittelt die Staatsanwaltschaft in Bezug auf das tote Baby wegen des Verdachts auf Kindstötung.

2 Frauen, 4 Männer und ein Neugeborenes starben in der vergangenen Woche bei verschiedenen Unglücken und Tragödien. - Foto: Shutterstock
Badge Local
2 Frauen, 4 Männer und ein Neugeborenes starben in der vergangenen Woche bei verschiedenen Unglücken und Tragödien. - Foto: Shutterstock

Die schwarze Serie begann am vergangenen Samstag mit 2 toten Männern. Bei einem schweren Motorradunfall in Sigmundskron verlor der 52-jährige Patrizio Campone aus Girlan sein Leben. Der Überetscher war bei der Ausfahrt der Q8-Tankstelle gegen einen Pkw geprallt. 

Infolge eines tragischen Unglücks starb am Samstag auch ein 19-Jähriger. Er hatte sich einige Tage zuvor in der psychiatrischen Abteilung des Bozner Krankenhauses an seinem Essen verschluckt und fiel daraufhin ins Koma, aus dem er nicht mehr erwachen sollte. In diesem Fall ermittelt die Staatsanwaltschaft. 

Am Sonntag starb der 40-jährige Thomas Oberperfler aus Partschins bei einem tragischen Freizeitunfall oberhalb von Campitello di Fassa. Er war mit seinem Paragleiter vom Col Rodella aus gestartet, verlor kurz darauf die Kontrolle über sein Fluggerät und stürzte mehrere Hunderte Meter in die Tiefe. Auch für ihn kam jede Hilfe zu spät. (STOL hat berichtet)

Am Montag dann machten Wanderer einen schrecklichen Fund in Lana, der ganz Südtirol erschütterte. Ein Neugeborenes lag tot in einem Gebüsch. Es war eben erst zur Welt gekommen, die Nabelschnur befand sich noch am Körper des kleinen Jungen. Die Mutter, eine 25-jährige Erntehelferin aus Rumänien, konnte ausgeforscht werden. Am Dienstagabend wurde sie wegen des Verdachts der vorsätzlichen Kindstötung und Leichenbeseitigung festgenommen. Die Ermittlungen dauern an.

Am Mittwoch mussten gleich 2 Menschen in Südtirol ihr Leben lassen: Die Slowakin Diana Rudnik, die in Südtirol als Kellnerin tätig war, wurde Opfer einer Verkettung unglücklicher Umstände. Nach einem kleinen Unfall in der Nacht auf Mittwoch hielt sie mit ihrem Wagen am Straßenrand bei Runggaditsch in Gröden an, stieg aus und stürzte in das Bachbett des Pufler Bachs. Sie schaffte es trotz mehrfacher verzweifelter Versuche nicht mehr aus dem Bachbett heraus und erfror. Schulkinder machten am Morgen die furchtbare Entdeckung.

Am Mittwochabend kam es schließlich zu einem zweiten tödlichen Unglück: Bei einem Arbeitsunfall verlor der 59-jährige Alois Peter Gross in Weissenbach im Sarntal sein Leben. Der Bauer war mit Mistausbringen beschäftigt, als sein Transporter im steilen Gelände ins Rutschen kam und sich überschlug. Gross wurde von der Kabine seines Fahrzeugs erdrückt und erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Kopfverletzungen. 

Am Donnerstagmorgen dann die nächste unfassbare Tragödie: Die vierfache Mutter Marianne Mair Leitner kam bei einem Brand in ihrer Wohnung in Pflersch ums Leben. Die 37-Jährige starb an einer Rauchgasvergiftung, ihr Baby erlitt ebenfalls eine Rauchgasvergiftung, konnte aber gerettet werden. Es schwebt laut neuesten Informationen nicht in Lebensgefahr.

stol 

stol