Mittwoch, 01. März 2017

Schwarzer Mittwoch: Drei Lawinen, drei Verschüttete

Am Dienstag fiel in Südtirol mancherorts mehr Niederschlag als in den vergangenen drei Monaten zusammengerechnet. 40 Zentimeter Neuschnee, dazu kräftiger Wind. Am Tag danach brachen Wintersportler zum Spaß im Pulverschnee auf – für einige hatte dies verheerende Folgen.

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Zur Mittagszeit wurden in Südtirol bereits drei große Lawinen gezählt.

Gegen 11 Uhr hatten sich im Skigebiet Ratschings-Jaufen Schneemassen abseits der Piste gelöst und einen jungen Deutschen verschüttet. Der 16-Jährige soll die Lawine selbst ausgelöst haben. Die Rettungskräfte konnten den jungen Mann bergen und reanimieren. Sein Zustand gilt als mehr als kritisch, er soll in Lebensgefahr schweben (hier geht’s zum Artikel).

Rund eine halbe Stunde später, gegen 11.30 Uhr, löste sich am Speikboden eine Lawine. Auch diese soll, ersten Informationen zufolge, nicht spontan weggebrochen sein, sondern durch einen Wintersportler ausgelöst worden sein. Der 51-Jährige wurde von den Schneemassen vollständig verschüttet, konnte allerdings von den Ersthelfern schnell gerettet werden (hier geht’s zum Artikel).

Eine dritte Lawine wurde am frühen Nachmittag aus dem Wipptal gemeldet. Wieder betraf diese Meldung das Gebiet Ratschings, allerdings brach die Lawine an einer anderen Stelle weg. Auch hier wurde eine Person verschüttet - sie konnte nur noch tot geborgen werden.

Bis zu 40 Zentimeter Neuschnee und Wind: Lawinengefahr auf Stufe 3

Nach Neuschnee und starkem Wind am Dienstag - mancherorts fiel mehr Regen und Schnee als im gesamten Winter - herrscht aktuell erhebliche Lawinengefahr im ganzen Land. „Erheblich“ entspricht Stufe 3 der fünfteiligen Skala zur Einstufung der Lawinengefahr (hier gelangen Sie zum aktuellen STOL-Bericht). In der Ortlergruppe, den Sarntaler Alpen sowie in der Gegend rund um den Brenner verzeichneten die Messstationen bis zu 40 Zentimeter Neuschnee.

stol/pg

stol