Dienstag, 20. September 2016

Schwazers Urintest beschlagnahmt

Die Olympiateilnahme bringt es Alex Schwazer nicht zurück, aber möglicherweise Klarheit darüber, ob jemand an seiner Urinprobe vom 1. Jänner Hand angelegt hat. Die Bozner Staatsanwaltschaft will die Probe jetzt von international renommierten Experten auf diesen Verdacht hin untersuchen lassen.

Opfer eines Sportbetrugs? Alex Schwazer verpasste Olympia.
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Opfer eines Sportbetrugs? Alex Schwazer verpasste Olympia. - Foto: © STOL

Im Rahmen eines internationalen Rechtshilfeersuchens hat sich Staatsanwalt Giancarlo Bramante, der mit dem Fall betraut ist, an die Staatsanwaltschaft Köln gewandt. 

In einem Kölner Labor war die Probe positiv getestet worden. Nun hat die Staatsanwaltschaft diese beschlagnahmen lassen. Die Probe soll nach Südtirol gebracht werden und von Experten unter die Lupe genommen werden. 

DNA-Abgleich und Analyse

Zuerst soll anhand eines DNA-Abgleichs einwandfrei abgeklärt werden, ob das Urin wirklich vom Geher aus Kalch stammt. In einem 2. Schritt soll die Probe analysiert und die genaue Zusammensetzung festgestellt werden.

Gesucht wird nach Hinweisen, die auf eine mögliche nachträgliche Manipulation der Probe hindeuten könnten. Die Ermittler hoffen Klarheit schaffen zu können, ob es hierbei tatsächlich zu einem Betrug gekommen ist. 

stol/rc 

stol