Samstag, 09. Juni 2018

Schweigeminute in Mainz für getötete Susanna F.

Mit einer Schweigeminute haben etwa 75 Menschen in Mainz der getöteten 14-jährigen Susanna F. gedacht. Es helfe nicht, „Hass mit Hass zu begegnen“, sagte eine Rednerin am Samstag auf der Veranstaltung, zu der die „Gutmenschliche Aktion Mainz“ aufgerufen hatte.

Kerzen und Plüschtiere stehen vor dem Haus der Mutter der getöteten Susanna F..
Kerzen und Plüschtiere stehen vor dem Haus der Mutter der getöteten Susanna F.. - Foto: © APA/DPA

Die Leiche der 14 Jahre alte Susanna aus Mainz war am Mittwoch in einem Waldstück in Wiesbaden gefunden worden. Ein 20 Jahre alter Iraker wird verdächtigt, das seit dem 22. Mai vermisste Mädchen vergewaltigt und ermordet zu haben. Der Fall sorgt deutschlandweit für großes Aufsehen.

Am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt 

Der Verdächtige im Fall Susanna soll nach dpa-Informationen gleich nach seiner Rückkehr nach Deutschland vernommen werden. Die erste Vernehmung von Ali B. sei noch für die Nacht geplant, am Sonntag werde er dann dem Haftrichter vorgeführt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstag. Dann werde ihm der Haftbefehl eröffnet. Zuständig für die Vernehmung ist demnach das Polizeipräsidium Westhessen mit Sitz in Wiesbaden.

Ali B. verließ die nordirakische Stadt Erbil am Samstagnachmittag in einer Maschine nach Frankfurt am Main, wie es aus Kreisen des Internationalen Flughafens hieß. Eine offizielle Bestätigung der kurdischen Sicherheitsbehörden im Nordirak gab es zunächst nicht. Kurdischen Ermittlern zufolge hat Ali B. die Tötung des 14-jährigen Mädchens aus Mainz gestanden. Er soll die am Mittwoch in Wiesbaden tot aufgefundene Susanna F. in der Nacht vom 22. auf 23. Mai vergewaltigt und getötet haben.

dpa

stol