Dies kündigte Rektor, Univ.-Prof. Herbert Lochs, am Freitag der APA an. Die umstrittene Versuchsreihe soll trotz rechtlicher Möglichkeiten nicht fortgesetzt werden.Die beiden beteiligten Institutionen, das Institut für Alpine Notfallmedizin der „Eurac Bozen“ und die Medizinische Universität Innsbruck, hätten beschlossen, die Versuchsreihe nicht fortzuführen, teilte Lochs mit. Für die Versuchsreihe sei ein rechtsgültiger Bescheid des Wissenschaftsministeriums vorhanden. Auch die Staatsanwaltschaft Innsbruck habe ihre Ermittlungen bekanntlich eingestellt. Die Proteste hätten allerdings gezeigt, dass Gefühle der Bevölkerung hinaus verletzt würden.Die Kommission bestehe aus Naturwissenschaftern und einem Psychiater und wird von Tierarzt Hermann Dietrich geleitet. Als weiteres Mitglied der Kommission wurde Hartmann Hinterhuber von der Universitätsklinik für Allgemeine und Sozialpsychiatrie bestellt. Dadurch soll gewährleistet werden, dass bei der Behandlung eines Ansuchens sowohl die Würde der Tiere als auch psychologische und gesellschaftliche Aspekte wie die mögliche Verletzung von Gefühlen berücksichtigt würden. Noch bevor der Antrag an das zuständige Ministerium zur Genehmigung gehe, solle in Zukunft diese Kommission eingeschaltet werden.Das Experiment, bei dem 29 betäubte Schweine im Schnee vergraben worden waren, um die Überlebenschancen von Lawinenopfern zu erforschen, hatte über die Grenzen Österreichs hinaus für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. Nach Protesten wurde es am 15. Jänner vorzeitig abgebrochen. Für zehn Versuchsschweine war es allerdings zu spät. Sie überlebten das Experiment nicht. Die restlichen Tiere kamen in Obhut des „Tierschutzvereins für Tirol“. Sie dürfen ihre „Gnadenpension“ ohne Furcht vor dem Fleischer auf Bauernhöfen verbringen.apa