Begonnen wird mit der groß angelegten Impfaktion Mitte November, wie das Ministerium für Gesundheitsfürsorge gestern bekannt gab. Demnach werden die Schutzimpfungen bei Haus- und Kinderärzten kostenlos erhältlich sein.Die Impfaktion soll in zwei Phasen durchgeführt werden: In der ersten werden vorrangig Schwangere, in wichtigen öffentlichen Dienstleistungen Tätige, chronisch Kranke und medizinisches Personal geimpft. Zur Verfügung stehen 8,5 Millionen Impf-Dosen.Die zweite Phase wird am 31. Jänner 2010 starten. Die dafür vorgesehenen 16 Millionen Dosen sollen in erster Linie für Impfungen von Kindern und jungen Menschen im Alter von sechs Monaten bis 27 Jahren verwendet werden.EU einigt sich auf StrategieAuf diese Position hatten sich am Dienstag auch Gesundheitsexperten der 27 EU-Länder geeinigt. Die EU-Kommission präzisiert, chronische Gesundheitsprobleme könnten beispielsweise Erkrankungen der Atemwege, Herz-Kreislauf-Störungen sowie angeborene oder erworbene Immunschwäche sein. Zunächst sollten diejenigen chronisch Kranken mit den „ernsthaftesten Symptomen" geimpft werden.Nach den besonders gefährdeten Risikogruppen sollte die Schutzimpfung dann fortgesetzt werden, bis die jeweiligen innerstaatlichen Ziele erreicht seien, hieß es weiter. Die Entwicklung einer Strategie gegen das Virus A (H1N1) liege in der Verantwortung jedes einzelnen Mitgliedstaats der Europäischen Union.USA: Bis zu 90.000 Todesopfer befürchtetDerweilen kommen aus den USA Hiobsbotschaften im Bezug auf die Schweinegrippe: In der kommenden Influenzasaison werden zwischen 30.000 und 90.000 Todesopfer befürchtet. Das wären etwa doppelt so viele Grippetote wie 2008, sagte ein Beraterausschuss der US-Regierung für Gesundheitsfragen am Montagabend in Washington. Demnach könnte sich in den nächsten Monaten jeder zweite Amerikaner mit dem H1N1-Virus anstecken, ab Mitte Oktober wird ein Höhepunkt der Infektionswelle erwartet.stol/apa/afp