Dienstag, 01. Mai 2018

Schweizer Alpen: Drei Bozner unter den Todesopfern

Unter den Todesopfern in den Schweizer Alpen sind auch drei Südtiroler.

Am Pigne d’Arolla im Kanton Wallis wurden die Alpinisten von einer Schlechtwetterfront überrascht.
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Am Pigne d’Arolla im Kanton Wallis wurden die Alpinisten von einer Schlechtwetterfront überrascht. - Foto: © APA

Während die Polizei am Montag zunächst nur mitteilte, dass auch Italiener bei dem Unglück am Sonntag dabei gewesen waren, herrscht nun traurige Gewissheit.

Unter den Todesopfern sind die Lehrerin Elisabetta Paolucci (44) sowie das Ehepaar Marcello Alberti (53) und Gabriella Bernardi (53), allesamt aus Bozen. 

5 Todesopfer aus Italien

Inzwischen meldet die Nachrichtenagentur ANSA, dass fünf Personen, die durch die Schlechtwetterfront im Gebiet rund um den Pigne d’Arolla ihr Leben verloren haben, aus Italien stammen sollen.

Ob auch Tommaso Piccioli, ein Freund der drei verunglückten Bozner darunter ist, bleibt weiterhin unklar.

Eine Bulgarin erlag am Dienstag im Krankenhaus ihren Verletzungen, sodass sich die Zahl der Todesopfer auf insgesamt 6 erhöhte. 

Bozen unter Schock

Der Schock in der Landeshauptstadt sitzt tief. Paolucci und das Ehepaar Alberti waren bekannte Gesichter in der Alpinistenwelt.

Alle drei gehörten dem Alpinistenverein Cai in Bozen an.

Zum Unglück

Die gesamte Gruppe war in der Region Pigne d'Arolla unterwegs (STOL hat berichtet). Sie sei in eine Schlechtwetterfront geraten und habe die Skihütte Cabane des Vignettes auf 3.157 Metern Höhe am Sonntagabend nicht mehr erreichen können, so die Polizei. Die Tourengänger hätten die Nacht auf einer Höhe von 3.270 Metern im Freien verbracht.

Die 14 Menschen seien in zwei Gruppen unterwegs gewesen. Mindestens neun waren mit einem Bergführer von der Hütte Cabane des Dix auf 2.928 Metern losgegangen. Ein Hüttenwart schlug Montag früh Alarm. Die Bergrettung rückte sofort mit sieben Hubschraubern aus.

Für einen Tourengeher kam jede Hilfe zu spät, er erlag noch am Unfallort den Verletzungen, die er sich in Folgen eines Sturzes zugezogen hatte. Fünf weitere Tourengeher starben im Krankenhaus an den Folgen der Unterkühlung. 

stol

stol