Auch am Montag waren noch 14 Einsatztruppen der Feuerwehr aus der gesamten Region mit einem Hubschrauber und zwei Löschflugzeugen im Einsatz. Da die Flammen Wohn- und Villenviertel der ligurischen Hafenmetropole gefährlich nahekamen, wurde eine Teil-Evakuierung bisher nicht ausgeschlossen. Medien sprachen von mindestens 800.000 Quadratmetern zerstörtem Wald und einer Feuerfront von über zehn Kilometern.Eine Nacht der Angst verbrachten ebenfalls die Anwohner von Corniglia bei La Spezia und anderen kleineren Ortschaften im Nationalpark Cinque Terre. Auch dort kämpften Feuerwehr und Zivilschutz am Montagmorgen noch gegen das Feuer. Die Waldbrände würden zusätzlich durch das trockene Wetter und einen starken Nordwind geschürt. Die genaue Brandursache war bisher noch unklar, die Beamten gingen jedoch in allen Fällen von Brandstiftung aus.Am Sonntag mussten Feuerwehren wiederholt im nördlichen Sardinien wegen eines Brandes auf der Costa Turchese ausrücken. Zehn Hektar Wald wurden ein Raub der Flammen. Das zerstörte Grundstück steht im Besitz der Medienholding Fininvest, der Gesellschaft der Familie Berlusconi. Regierungschef Silvio Berlusconi besitzt eine Luxusvilla auf Sardinien. Das Feuer auf Sardinien wurde laut Ermittlern gelegt, die Behörden fahnden nach den Pyromanen.In Italien fallen jeden Sommer Tausende von Hektar den Flammen zum Opfer. In den meisten Fällen ist die Ursache Brandstiftung. Der italienische Verbraucherschutz Codacons versuchte vor kurzem, Bürgerwehren und die Einführung von Kopfgeldern gegen die Brandstifter durchzusetzen.dpa