Samstag, 28. November 2020

Schwere Unwetter auf Sardinien: 3 Todesopfer und ein Vermisster

Wassermassen in den Straßen, Tote und ein Brückeneinsturz: Auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien hat ein Unwetter schwere Schäden angerichtet. Im Norden Sardiniens sind dabei am Samstag 3 Personen ums Leben gekommen.

Heftige Regenfälle in Bitti.
Heftige Regenfälle in Bitti. - Foto: © ANSA / Ansa
Ein Viehzüchter wurde an Bord seines Autos vom Wasser eines Flusses mitgerissen, der in der Kleinstadt Bitti über die Ufer getreten war. Die weiteren Opfer sind eine ältere Frau, sowie ein Pensionist. Eine weitere Person wird vermisst, berichteten lokale Medien.

Die Ortschaft Bitti, die bereits 2013 von schweren Überschwemmungen getroffen worden war, ist zum Teil isoliert. Mehrere Menschen mussten in der Ortschaft Galtelli in Sicherheit gebracht werden. Hunderte Haushalte waren ohne Strom. Die Gegend wurde seit Freitag von heftigen Niederschlägen heimgesucht.

150 Einsätze der Feuerwehren

Zudem stürzte laut Feuerwehr eine Brücke bei der Ortschaft Bitti ein. Bis zum Nachmittag zählten die Rettungskräfte 150 Einsätze. Die Suche nach Vermissten gehe weiter.

Die Behörde für zivilen Schutz warnte davor, das Haus zu verlassen, da der Wasserstand sich sehr schnell ändern könne. Für die beliebte Urlaubsinsel Sardinien galt eine rote Wetter-Warnstufe. Auch die Insel Sizilien und die Regionen Kalabrien sowie die Basilikata seien von dem Unwetter betroffen, allerdings weniger stark. Die Wetterfront war aus dem Süden von Marokko und der Iberischen Halbinsel herangezogen.



Heftige Unwetter auch am Sonntag

Auch für Sonntag müssen die Menschen mit heftigen Unwettern rechnen.
Bereits am vergangenen Wochenende hatten schwere Regenfälle in derselben Region Orte unter Wasser gesetzt und Landstraßen überschwemmt. Besonders dramatisch war die Hochwasserlage im Gebiet um die Stadt Crotone in Kalabrien. Dort waren Helfer mit Schlauchbooten und Amphibienfahrzeugen im Einsatz, um vom Wasser in Autos und Häusern eingeschlossene Menschen zu befreien. Die Feuerwehr sprach von 200 Rettungsaktionen. Verletzte hatte es demnach nicht gegeben.

apa/stol