Nach Starkregen löste sich am späten Mittwochabend im Bereich Rotbach bei der Daimerhütte eine massive Mure. Die Geröllmassen gelangten bis ins Tal und richteten im Bereich Gisse zwischen Luttach und St. Johann schwere Schäden an.<BR /><BR /> Der meterhohe Murkegel verlegte die Hauptstraße komplett und erreichte das Bett der Ahr, wodurch der Fluss kurzzeitig gestaut wurde. Die Geröllmassen gelangten bis ins Tal und richteten im Bereich Gisse zwischen Luttach und St. Johann schwere Schäden an. Das Ahrntal ist ab der Ortschaft Gisse derzeit weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten. Die Landesstraße ins Ahrntal bleibt nach dem Murenabgang vorerst gesperrt.<BR /><BR />Aus Sicherheitsgründen mussten die Einsatzkräfte ein Hotel sowie drei Wohnhäuser evakuieren und insgesamt rund 120 Personen in Sicherheit bringen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1344033_image" /></div> <BR /><BR />Die Rettungskräfte leiteten umgehend die Suche nach möglichen verschütteten Personen ein, konnten in der Zwischenzeit aber Entwarnung geben: Bei dem Murenabgang wurde niemand verletzt. Rund 50 Personen befinden sich derzeit noch in Betreuung in der Mehrzweckhalle in Luttach, wo sie von den Einsatzkräften versorgt werden. Die in der Nacht evakuierten Hotelgäste konnten inzwischen wieder in ihre Unterkunft zurückkehren.<BR /><BR />Nach einigen Rindern, die sich zur Zeit des Murgangs im Gefahrenbereich befanden, wird derzeit mithilfe von Drohnen gesucht. Die Aufräumarbeiten begannen noch in der Nacht mit Unterstützung von mehreren Baggern. Nun arbeitet man mit Hochdruck daran, die Straße bis zur Mittagszeit wieder befahrbar zu machen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1344027_image" /></div> <BR />Da auch das provisorische Feuerwehrhaus von St. Johann im Gefahrenbereich liegt, wurde die Einsatzzentrale vorsorglich auf den Sportplatz St. Martin verlegt. Die Gemeindeleitstelle Ahrntal sowie die Bezirkseinsatzzentrale wurden ebenfalls aktiviert. Die Linienbusse taleinwärts verkehren derzeit nur bis Sand in Taufers. Zudem bleiben die Wanderwege rund um den Rotbach gesperrt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1344036_image" /></div> <BR /><BR /> Im Einsatz standen insgesamt 130 Einsatzkräfte, darunter die Freiwilligen Feuerwehren Luttach, St. Johann, Sand in Taufers, Lappach, Mühlen und Steinhaus, die Bergrettung Ahrntal, das Weiße Kreuz mit der sanitären Einsatzleitung, die Carabinieri sowie die Notfallseelsorge. Zusätzlich unterstützten die Feuerwehren Prettau und weitere Einsatzkräfte mit Sondergeräten wie Drohnen, Scheinwerfern und Drehleiter die Arbeiten vor Ort.