Der 73-Jährige und sein Bergkamerad waren mit dem Lift zur Kölner Hütte gefahren und von dort zum Einstieg in Richtung Südgipfel des Rosengartens gewandert. Die Kletterroute ist mit Schwierigkeitsgrad 3 bis 4 eingestuft; im oberen Teil mit Stufe zwei. Dort waren die beiden Kletterer, als es zum Unfall kam. Der 73-Jährige war im Vorstieg. Vermutungen zufolge dürfte Unachtsamkeit, ein Stein, auf dem er ausrutschte oder ein flüchtig gesetzter Tritt die Ursache für den Absturz gewesen sein. Gut 20 Meter tief stürzte er ins Seil. Sein Seilpartner – angeblich ein Mann aus Branzoll – sicherte ihn, konnte aber nicht verhindern, dass sich der 73-Jährige verletzte. Der Mann zog sich ein Schädel-Hirn- und ein Thoraxtrauma zu. Er musste vom Notarztteam des Rettungshubschraubers des Aiut Alpin Dolomites vor Ort intubiert werden, jetzt kümmern sich die Ärzte des Bozner Krankenhauses um ihn. Sein Zustand wurde als ernst, aber nicht lebensbedrohlich eingestuft. Der Branzoller blieb unverletzt. Er wartete auf der Gardenaccia-Hütte auf die Bergretter, die vom Fassatal zu ihm aufstiegen. Dann begleiteten sie den Kletterer zu seinem Auto, das an der Talstation des Liftes am Karerpass stand.uli/D