Montag, 25. November 2019

Straßenarbeiter bei Siebeneich überfahren und getötet

Bei Siebeneich ist es am Montag gegen 9 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Dabei wurden der 57-jährige Straßenarbeiter Claudio De Martin Fabbro getötet und ein Autofahrer (72) verletzt. Zum folgenschweren Unfall führte eine tragische Verkettung verschiedener Umstände.

Der Opel prallte gegen das am Straßenrand stehende Dienstfahrzeug des Straßendienstes (rechts hinten), das wiederum voll den Arbeiter erfasste. - Foto: © GNews

Bei der Landesnotrufzentrale ging der Alarm um 9 Uhr ein. Zwischen Moritzing und Siebeneich hatte sich auf der alten Staatsstraße nahe der Firma Untersulzner ein folgenschwerer Unfall ereignet.


Der 57-jährige Straßenarbeiter Claudio De Martin Fabbro aus Branzoll, der gerade mit Reinigungsarbeiten beschäftigt war, wurde schwerstens verletzt, weil ein Richtung Bozen fahrender Pkw der Marke Opel mit Wucht auf das Dienstfahrzeug des Straßendienstes geprallt war, das daraufhin voll den Arbeiter erfasste und überfuhr.

Sofort wurden der Notarztwagen des Weiße Kreuzes, Rettungswägen des Weißen und Roten Kreuzes sowie die Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren von Siebeneich, Terlan und Vilpian zum Unfallort entsandt. Die Feuerwehren wurden benötigt, weil der überfahrene Straßenarbeiter unter dem Dienstfahrzeug eingeklemmt war.

Zur Bergung des Straßenarbeiters musste das Kleinfahrzeug angehoben und das zweite Fahrzeug zurückgezogen werden. Die sofort eingeleiteten und längere Zeit durchgeführten Wiederbelebungsmaßnahmen durch das Notarztteam waren jedoch erfolglos. Das Leben des Straßenarbeiters konnte nicht mehr gerettet werden.

Der 72-jährige Fahrer des Pkw wurde mit mittelschweren Verletzungen ins Bozner Krankenhaus gebracht.

Die Straße wurde für ungefähr 2 Stunden für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Carabinieri, das Arbeitsinspektorat und die Gemeindepolizei von Terlan übernahmen die Ermittlungen zum Unfallhergang.

Im Einsatz stand auch die Notfallseelsorge.

Landesregierung kondoliert

Landeshauptmann Arno Kompatscher und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider drücken ihr persönliches Beileid sowie das der Landesregierung und der Landesverwaltung aus: „Wir sind in Gedanken bei den Familienmitgliedern und Freunden des Verstorbenen, aber auch bei seinen Arbeitskollegen im Landesstraßendienst“.

„De Martin Fabbro hat seit fast 15 Jahren beim Straßendienst und somit für sichere Straßen in Südtirol gearbeitet, was seinen Tod noch tragischer macht. Er war bei allen als fleißiger und freundlicher Mitarbeiter angesehen“, so Kompatscher und Alfreider.


ds

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