Montag, 25. Januar 2021

Schweres Besäufnis: Welche Nation betrinkt sich am häufigsten?

Welche Nation sich 2019 nach einer Studie im internationalen Vergleich am häufigsten schwer betrunken hat, geht aus der am Montag in London veröffentlichten Global Drug Survey hervor. Wie das Trinkverhalten der Italiener und Österreicher ist, lesen Sie hier.

33 Prozent der Personen bereuen laut der Studie ihre Trink- Eskapaden.
33 Prozent der Personen bereuen laut der Studie ihre Trink- Eskapaden. - Foto: © shutterstock
Für die Global Drug Survey sind zwischen dem 7. November und dem 30. Dezember 2019 insgesamt mehr als 110.000 Menschen in mehr als 25 Ländern befragt worden. Darunter fielen auch Befragte, die keinen Alkohol konsumieren. 66 Prozent waren männlich, 52 Prozent unter 25 Jahren.

Die Daten sind die aktuellsten, die dem Forschungsteam der Global Drug Survey um den britischen Psychiater Adam Winstock derzeit vorliegen. Die Untersuchung des Trinkverhaltens während der Corona-Pandemie fließt damit in die Folgestudie ein. Das Betrinken ist in der Befragung so definiert: Es wurde so viel getrunken, dass physische und mentale Fähigkeiten massiv beeinträchtigt waren – etwa auch Gleichgewichtssinn oder Sprache.

Die exakte Formulierung für die Abfrage der Betrunkenheit
lautete: „having drunk so much that your physical and mental
faculties are impaired to the point where your balance/speech was
affected, you were unable to focus clearly on things and that your
conversation and behaviours were very obviously different to
people who know you“.



Ergebnisse


Während der weltweite Durchschnitt bei 20,8 Mal Stark-Besäufnis im Jahr liegt, lassen es die Schotten mit 33,8 Mal in einem Jahr am meisten krachen und liegen damit noch vor den Engländern (33,7),

Am dritthäufigsten stark betrunken waren die Menschen laut Auswertung in Australien mit durchschnittlich knapp 32 alkoholischen Eskapaden, gefolgt von den Skandinaviern in Dänemark (31,3) und Finnland (30,4).

In Deutschland waren die Befragten im Schnitt lediglich gut 15 Mal schwer alkoholisiert, die Italiener liegen mit 11 Mal im Jahr auf den hinteren Rängen. Die Österreicher liegen mit 20,5 Mal knapp unter dem weltweiten Durchschnitt. Kolumbianer betrinken sich im 25-Länder-Vergleich dieser Studie mit 6,5 Mal im Jahr am wenigsten.

Ein Drittel bereut Besäufnisse

Was noch interessant ist: 33 Prozent der Personen bereuen ihre Trink- Eskapaden, Frauen bedauern sie mit 39 Prozent häufiger als Männer (30 Prozent).

Die Gründe für das Bereuen sind vielfältig: Bei 75 Prozent war es der schlimme Kater (bad hangover), 42 Prozent schämen sich wegen der Dinge, die sie gesagt haben, die sie normalerweise nie sagen würden, und 31 Prozent haben am Tag danach ein erhöhtes Angstempfinden. 14 Prozent landeten mit jemandem im Bett, ohne weiter drüber nachzudenken.

Die Studie berücksichtigt auch jene Befragten, die in den 12 Monaten nie betrunken waren. Hier ist Portugal mit 54 Prozent Vorbild und Spitzenreiter, Australien liegt mit nur 5 Prozent „Niemals-Trinker“ an letzter Stelle. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 16 Prozent, Italiener liegen mit 14 Prozent knapp darunter, von den Österreichern trinken waren nur 10 Prozent im Zeitraum der Studie nie betrunken.

Hier geht's zur gesamten Studie.


apa/vs

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