Samstag, 17. Februar 2018

Schweres Erdbeben erschüttert den Süden Mexikos

5 Monate nach einem verheerenden Erdbeben hat in Mexiko am Freitag erneut die Erde gezittert. Das Beben ist wohl glimpflich verlaufen.

Die Menschen in Mexico City flüchteten auf die Straßen. - Foto: APA (AFP)
Die Menschen in Mexico City flüchteten auf die Straßen. - Foto: APA (AFP)

Nach derzeitigem Kenntnisstand gebe es keine Toten oder Verletzten, teilte die Regierung mit. Berichte über größere Schäden lagen zunächst nicht vor. Betroffen waren der im Süden des Landes gelegene Teilstaat Oaxaca sowie die Hauptstadt Mexiko-Stadt.  

Beide Regionen waren im September von schweren Beben getroffen worden, bei denen mehr als 360 Menschen ums Leben kamen. Nach jüngsten Angaben der US-Erdbebenwarte hatte das aktuelle Erdbeben eine Stärke von 7,2. Das Epizentrum lag etwa 145 Kilometer von der Pazifikküste entfernt.

Erde bebt länger als eine Minute 

In Mexiko-Stadt schwankten mehr als eine Minute lang hohe Gebäude. Der Erdbeben-Alarm in Verbindung mit den Erinnerungen an die Katastrophe vor einem halben Jahr löste mitunter Panik aus. Viele Menschen strömten auf die Straßen. In Oaxaca gab es nach Behördenauskunft nur äußerliche Schäden an Gebäuden. Ein Stromausfall betraf rund 100.000 Einwohner.

Die Prüfung durch den Katastrophenschutz in den Teilstaaten Oaxaca, Chiapas, Michoacan, Puebla und in Mexiko-Stadt dauerte an. Mit einem Tsunami sei nicht zu rechnen, hieß es. Innerhalb einer knappen Stunde wurden 59 Nachbeben registriert. Das schwerste hatte eine Stärke von 5,9.

In Mexiko-Stadt versammelten sich die Bewohner unter freiem Himmel, als die Erdbeben-Warnsirene ertönte. „Wir sind rausgerannt, das ist einzige, was wir tun können”, sagte Kevin Valladolid aus dem Stadtteil Roma. „Wir leben in ständiger Angst”, sagte eine Bewohnerin im Norden der Stadt.

2 Erdbeben im September 2017 

Im September vergangenen Jahres war Mexiko von 2 schweren Erdbeben erschüttert worden. Bei einem Beben der Stärke 8,2 Anfang September 2017 in Oaxaca kamen rund 100 Menschen ums Leben, zahlreiche Häuser wurden zerstört.

Am 19. September erschütterte ein Beben der Stärke 7,1 Mexiko-Stadt. Knapp 40 Häuser stürzten sofort ein, Hunderte weitere wurden schwer beschädigt und mussten abgerissen werden. In der Millionenmetropole und den angrenzenden Teilstaaten kamen über 360 Menschen ums Leben, Tausende wurden obdachlos.

In Mexiko ereignen sich immer wieder heftige Beben. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist.

apa/dpa/ag.

stol