„Ein bekannter deutscher Lkw-Produzent ist gerade dabei, solche Fahrzeuge zu entwickeln, diese befinden sich aber noch in der Testphase“, erklärt Baumgartner.<BR /><BR /> Ein großes Bedenken, das er hat, ist die Finanzierung. „Meiner Meinung nach müsste die öffentliche Hand den Unternehmen für die Umstellung unter die Arme greifen. Für private Unternehmen wären die Kosten ansonsten nicht tragbar“, meint er. Zurzeit sieht er den Umstieg auf Elektro derzeit realistischer als auf Wasserstoff. <BR /><BR />Schwerfahrzeuge mit Elektroantrieb gibt es in etlichen Ausführungen und auch mit großer Reichweite. Die Technologie sei bereits sehr weit entwickelt und auch das Ladenetz beinahe flächendeckend. Bei Strom sei die Umstellung auch deshalb leichter, weil Solaranlagen oder andere grüne Stromquellen auch alternativ genutzt werden könnten, Wasserstofftankstellen jedoch nicht. Auch das Betanken sei bei Elektrofahrzeugen wesentlich einfacher.<h3> Besonders kritisch sei unklare Rechtslage</h3>„Den Umstieg auf Wasserstoff sehe ich aber vor allem wegen der Anwendungs- und Umsetzungsgeschwindigkeit als problematisch. Im Bereich der Schwerfahrzeuge ist die Technologie noch gar nicht verfügbar, das bremst den Prozess natürlich“, weiß der Geschäftsführer.<BR /><BR />Als besonders kritisch sieht er die weiterhin unsichere Rechtslage. Klare Standards fehlten bislang, entsprechend groß sei der Klärungsbedarf. „Für die Betankung gibt es zum Beispiel keine europäischen Standards. Nach meinem derzeitigen Kenntnisstand gibt es auf rechtlicher Ebene noch einige offene Fragen“, meint er.<BR /><BR />In Bezug auf Praktikabilität und Kosten sieht Baumgartner noch große Schwierigkeiten, betont aber zugleich die Bedeutung weiterer Forschung im Bereich Wasserstoff. Er verweist dabei darauf, dass sich viele Fragen erst im praktischen Einsatz klären werden. „Grundsätzlich sehe ich Wasserstoff als realistische, nachhaltige Alternative zu Diesel mit Zukunft, allerdings muss dafür noch viel passieren“, sagt er.