Donnerstag, 11. Mai 2017

Schwestern in Rom verbrannt: Keine Hinweise auf rassistisches Motiv

Nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Roma-Familie in Rom haben die Ermittler zunächst keine Hinweise auf ein rassistisches Motiv gefunden.

Es gibt derzeit keine Hinweise auf ein rassistisches Motiv im Falle der 3 verbrannten Schwestern in Rom.
Es gibt derzeit keine Hinweise auf ein rassistisches Motiv im Falle der 3 verbrannten Schwestern in Rom. - Foto: © LaPresse

Die Ermittlungen liefen unvermindert weiter, teilte die Polizei am Mittwochabend mit. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch waren drei Schwestern im Alter von 4, 8 und 20 Jahren lebendig in dem Wohnwagen der Großfamilie verbrannt.

Die Ermittler fanden am Tatort Überreste einer Brandflasche. Ausgewertet würden Aufnahmen einer Videokamera, die den Supermarkt-Parkplatz überwachte, auf dem der Campingwagen geparkt war. Die zehn übrigen Familienmitglieder konnten sich vor den Flammen retten.

Schon am Mittwoch stand die Vermutung im Raum, Hintergrund der Tat könnte Rache sein. Italienische Medien berichteten am Donnerstag, zwischen der Roma-Familie und anderen Familien habe es öfter Streit gegeben, weshalb sie mit dem nun komplett ausgebrannten Campingwagen auf den Supermarkt-Parkplatz im außerhalb gelegenen Stadtteil Centocelle gezogen sei.

Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella verurteilte die Tat. Papst Franziskus spendete der Familie Trost und schickte den Zuständigen des vatikanischen Almosenbüros, Kurienerzbischof Konrad Krajewski, zu der Familie.

dpa

stol