Außerdem berichteten sie, was es mit dem SEHAG-Projekt und derApp „myALPICS“ auf sich hat.<BR /><BR />Kürzlich fand im Nationalparkhaus culturamartell die Veranstaltung „Die Veränderung unserer Alpen gemeinsam erleben und dokumentieren“ statt. Im Rahmen dieser erläuterte Erich Tasser vom Institut für Alpine Umwelt der Eurac die Landschaftsentwicklung des Vinschgaus in den vergangenen 150 Jahren. <BR /><BR />Zum einen gestaltete der Mensch seine Umgebung um. So entstanden z. B. Almen, Wiesen, Äcker, Weideflächen, Straßen und Siedlungen. Die Wälder prägte der Mensch ebenso. Die traditionelle Landnutzung endete um rund 1950, dann überwogen neue Nutzungsformen, was in einer Industrialisierung oder Brachlegung der Flächen resultierte, letzteres besonders in höher gelegenen Gebieten.<BR /><BR />Der zweite Faktor ist der Klimawandel, der ökologische Folgen nach sich zieht, was die Vegetation, Fauna und Flora, die Biodiversität, Lawinenbildung, den Wasserhaushalt, den Boden und die Erosion betrifft. Der Mensch könne durchaus etwas bewirken und wisse auch wie. „Wir müssen es nur tun“, bekräftigte Tasser. Heute gebe es bereits höhere Waldgrenzen und einen Gletscherrückgang in Martell, meinte Katharina Ramskogler vom Institut für Alpine Umwelt der Eurac.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1044597_image" /></div> <h3> Handy gezückt</h3>Sebastian Mikolka-Flöry von der TU Wien erklärte, was das SEHAG-Projekt ist. Es steht für „Sentitivität Hochalpiner Geosysteme gegenüber dem Klimawandel seit 1850“ und beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Klimawandels, unter anderem auch im Martelltal. <BR /><BR />Dabei wird mit modernen Methoden, beispielsweise Messstationen und historischen Quellen geforscht. Auch die Bevölkerung kann einen Beitrag leisten: Über die App „myALPICS“ können vor Ort Fotos gemacht und mit historischen Fotos verglichen werden.